Als die Fischer an diesem Eisberg vorbeikommen, können sie ihren Augen nicht trauen

Labrador (Kanada) - Als Fischer an einem merkwürdig geformten Eisberg vor der kanadischen Küste vorbeikamen, war das Schicksal des Passagiers darauf eigentlich bereits besiegelt. Doch Mallory Harrigan und seine Kollegen fassten sich ein Herz.

Was sitzt da auf dem merkwürdigen Eisberg?
Was sitzt da auf dem merkwürdigen Eisberg?  © Facebook/Mallory Harrigan

Zunächst dachten sie, dass auf der pilzförmigen Scholle ein kleines Robbenbaby mitfuhr. Doch stattdessen kauerte dort ein Polarfuchs, der wahrscheinlich bereits die Hoffnung aufgegeben hatte. Denn sein eisiges Gefährt war dabei weit aufs offene Meer hinauszutreiben.

Eine Robbe hätte mit Leichtigkeit zurück an Land schwimmen können, doch der weiß-graue Fuchs war etwa vier Meilen vom sicheren Ufer entfernt.

Harrigan und seine Kollegen beschlossen daher, dem Vierbeiner eine Chance zu geben. Sie fuhren mit ihrem Boot so nah wie möglich an den Eisberg heran und versuchten ihn dort herunterzuholen.

Doch das war schwieriger als gedacht. "Wir konnten ihn schließlich an Bord holen, obwohl er sich ganz schön dagegen wehrte", erklärt der Kanadier laut The Dodo. "Wir wussten, dass wir seine einzige Überlebenschance waren."

Auf dem Boot bekam der völlig erschöpfte Fuchs dann ein Bett und Nahrung. Auf der Reise zum Festland konnte sich die Fellnase wieder aufwärmen und Energie tanken.

Als die Crew an einem Hafen in der kanadischen Region Labrador anlegten, bekam der Polarfuchs noch ein paar Leckerlis und wurde schließlich wieder freigelassen.

"Wir sind froh, ein Tier gerettet zu haben", meint Harrigan. Und scheinbar scheint der Wildhund ihre gute Tat nicht vergessen zu haben: "Er lässt sich von Zeit zu Zeit mal blicken."


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