Soldat will duschen, plötzlich tropft Blut von der Decke

Winnipeg (Kanada) - Da stockte Adam Hockett der Atem. In seinem Badezimmer fand er plötzlich Dutzende Tropfen Blut - aber es war nicht sein eigenes.

Der Soldat entdeckte das Blut in seinem Badezimmer.
Der Soldat entdeckte das Blut in seinem Badezimmer.  © Facebook/Adam Hackett

Der Soldat kam am Samstagabend nach Hause und wollte duschen. Doch danach stellte er fest, dass sein Badezimmer übersät war mit roten Flecken. Blutflecken! Den Vorfall beschreibt er auf seiner Facebook-Seite.

Weil er eine Ahnung hatte, woher das Blut stammen könnte, rief er den Hausmeister an. Die beiden gingen zur Wohnung eine Etage drüber. Weil ihnen niemand antwortete, öffneten sie die Tür.

Im dortigen Badezimmer fanden sie einen Mann, der wohl seinen Kopf gestoßen hatte und zu Boden gefallen war. Der starke Blutverlust führte dazu, dass es bis in die Wohnung unter ihm tropfte. Der Nachbar muss schon seit einigen Tagen tot gewesen sein.

Die Rettungskräfte beauftragten den Hausmeister, der von der Situation sehr mitgenommen war, dass dieser die Wohnung des Verstorbenen sichern und auf die Polizei warten soll, schreibt Adam, der zur Unterstützung mit ihm gemeinsam blieb.

Der Soldat macht jetzt aber dem Vorgesetzten des Hausmeisters große Vorwürfe. Denn dieser ließ die beiden in der Situation komplett allein. Und auch was mit der Wohnung von Adam passieren soll, interessierte den Chef nicht.

Hausverwalter zeigt kein Interesse, Problem zu lösen

Decke und Waschbecken waren voll getropft mit Blutflecken.
Decke und Waschbecken waren voll getropft mit Blutflecken.  © Facebook/Adam Hackett

Also rief Adam erneut bei dem Mann an: "Ich habe erklärt, dass mein Bad komplett voll mit Blut ist und dass ich keinen Zugang zu meinem Zeug habe. Und, dass meine Wohnung nach dem Verstorbenem und seinem Blut riecht." Die Fenster konnte er ebenfalls nicht öffnen, da zu diesem Zeitpunkt minus 25 Grad draußen waren. Er erklärte dem Vorgesetzten außerdem, dass er zwei Tiere zu Hause habe, die er nicht allein lassen kann.

Doch der Hausverwalter interessierte sich nicht dafür. Stattdessen wurde Adam am Telefon mitgeteilt, er solle seine Versicherung anrufen oder bis Dienstag warten. Doch Adam wollte keine weiteren drei Tage in der blutbespritzten Wohnung leben. "Ich hab gesagt, dass es traumatisierend ist und dass es Erinnerungen hervorruft, als wir einen Soldaten bei einem tragischen Unfall vor sechs Monaten verloren."

Die Antwort des Mannes am Telefon: "Du bist ein Veteran, du solltest solche Dinge gewohnt sein." Und ergänzte, dass es nicht sein Problem sei.

Nachdem sein Posting viral ging, meldete sich plötzlich auch das Immobilien-Unternehmen und versprach Adam, dass sich ein professionelles Putzteam um seine Wohnung kümmern werde, wie er "CBC" erzählt.

Auf das Verhalten einer ihrer Mitarbeiter gingen sie aber nicht ein.


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