Heftiger Sandsturm legt Flugverkehr in Urlaubsregion lahm

Kanarische Inseln (Spanien) - Sand-Massen aus der Sahara-Wüste peitschen derzeit über die kanarischen Inseln. Flugzeuge können deshalb weder starten noch landen.

Aufgrund von Sandstürmen lagen die Sichtweiten auf den Kanaren nur bei einigen hundert Metern.
Aufgrund von Sandstürmen lagen die Sichtweiten auf den Kanaren nur bei einigen hundert Metern.  © Screenshot/Twitter/ADHalliwell

Während viele Urlauber in ihren Hotels gefangen sind, weil das Gesundheitsministerium der Inseln dazu rät, Häuser nicht zu verlassen sowie Fenster und Türen geschlossen zu halten, kommen viele andere Touristen gar nicht erst auf der Insel an.

Grund dafür sind heftige Sandstürme, die aus der Sahara westwärts ziehen. Besonders davon betroffen sind die Inseln Teneriffa und Gran Canaria, wie Reisereporter berichtete.

Isabelle Sachert, eine Urlauberin aus Berlin, erzählte dem Medium gegenüber, dass es "faszinierend, aber auch beängstigend" sei.

"Der Sturm war heftig und mit dem Sand in der Luft wurde es auf Dauer unangenehm draußen", sagte Sachert weiter.

Weil der Sand in so großen Schwaden über die Inseln prescht, dass die Sichtweiten teilweise nur wenige hundert Meter betragen, wurde der Flugverkehr am Samstag zum Großteil eingestellt.

Besonders traurig wurde der Urlaubsstart daher für Reisende mit einer Tui Fly-Maschine aus Leipzig am gestrigen Nachmittag. Über Spanien drehte die Maschine und landete fünf Stunden nach dem Start in Nürnberg. Dort war vorerst Endstation für die Reisenden.

Über 230 Flüge von und zu den Inseln wurden deshalb am Samstag umgeleitet oder komplett gestrichen.

Weiterhin Flugausfälle und Umleitungen auf den Kanaren

Flüge mussten reihenweise umdrehen und woanders in Europa landen.
Flüge mussten reihenweise umdrehen und woanders in Europa landen.  © Screenshot/Flightradar24/Twitter/ENAIRE

Am Abend konnte die spanische Flugsicherheitsbehörde "Enaire" teilweise Entwarnung geben. Die Sandstürme waren nicht mehr so heftig, einige Flugzeuge konnten deshalb verspätet landen.

"Gran Canaria nimmt den Betrieb wieder auf. Auf Teneriffa werden eine begrenzte Anzahl von Flügen angeboten", twitterte die Behörde am gestrigen Samstagabend. "Auf Lanzarote und Fuerteventura wird der Flugbetrieb wieder komplett hergestellt."

Auf Gran Canaria ist die Situation jedoch am heutigen Sonntag wieder gekippt: Das Wetter "erlaubt keine Aktivitäten am Flughafen von Gran Canaria", twitterten die "Enaire"-Fluglotsen am Nachmittag.

Der Sandsturm soll noch bis zum Montag anhalten. Solange werden Maschinen, die eigentlich Gran Canaria ansteuern sollten, zu anderen Flughäfen auf den kanarischen Inseln umgeleitet.

Tweets zum Sahara-Sandsturm

Titelfoto: Screenshot/Twitter/ADHalliwell

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