Rätsel um Angriffe auf den Platz von Chemie Leipzig

Normalerweise trainieren bis zu 13 Mannschaften auf dem Rasen - doch damit ist nun erst einmal Schluss.
Normalerweise trainieren bis zu 13 Mannschaften auf dem Rasen - doch damit ist nun erst einmal Schluss.

Von Andrzej Rydzik

Leipzig - Es gab schon einige Trainer im Leutzscher Alfred-Kunze-Sportpark, die den Spielern eingebläut haben, den Fußballplatz „umzupflügen“. Jetzt ist genau das passiert und die BSG Chemie Leipzig steht vor großen Problemen.

Nicht die Sachsenliga-Spieler, sondern Greifvögel haben ein Spielfeld „beackert“ - Platz unbespielbar!

Zwei Wochen lang wunderten sich der Platzwart und die Chefetage von Chemie Leipzig, woher die faustgroßen Löcher auf einem der Trainingsplätze kommen.

„Von Tag zu Tag wurde es schlimmer. Jetzt ist der Platz nicht mehr nutzbar. Der muss komplett erneuert werden“, ärgert sich BSG-Geschäftsführer Henry Aulich (27).

Platzwart Tim Ullmann (25) legte sich auf die Lauer: „Ein Greifvogel-Paar aus dem angrenzenden Auwald hat den Platz immer wieder angeflogen, ihn offenbar auf Nahrungssuche zerhackt.“

Platzwart Tim Ullmann (25) legte sich auf die Lauer und entlarvte das Greifvogel-Paar.
Platzwart Tim Ullmann (25) legte sich auf die Lauer und entlarvte das Greifvogel-Paar.

Ob es Bussards oder Milane sind, darüber streiten sich noch die Zeugen. Schaden jedenfalls: Mindestens 10.000 Euro, denn neues Grün muss her.

„Wir haben 13 Mannschaften im Trainings- und Spielbetrieb, aber jetzt nur noch einen Rasenplatz und das Stadion zur Verfügung. Die Saison steht bevor“, so Aulich.

Weder der Revierförster noch das städtische Umweltamt konnten bisher helfen - obwohl der Alfred-Kunze-Sportpark der Stadt Leipzig gehört.

Aulich: „Der Rat des Försters war, Vogelscheuchen aufzustellen. Das machen wir nun, hoffen auf weitere Vogelscheuchen von Fans. Derjenige, mit der kreativsten bekommt eine Dauerkarte für die Saison.“

Fotos: Alexander Bischoff


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