Er kämpft um sein Leben: Bitte helft dem kleinen Karl!

Die kleine Familie sucht dringend einen Knochenmarkspender. Karl (10 Monate) 
mit seinen Eltern Vanessa (29) und Thomas (37).
Die kleine Familie sucht dringend einen Knochenmarkspender. Karl (10 Monate) mit seinen Eltern Vanessa (29) und Thomas (37).

Werda/Aue - Er ist erst zehn Monate alt und muss doch schon so stark sein: Der kleine Karl aus dem vogtländischen Werda kämpft um sein Leben. Vor Kurzem bekam er die Diagnose "Infantile Osteopetrose", eine äußerst seltene Stoffwechselerkrankung.

Nur eine Knochenmarkspende kann ihm helfen. Seine Eltern suchen nun fieberhaft nach einem geeigneten Spender.

Karls Leidensgeschichte begann bereits im Mai 2016. "Bei einer Routineuntersuchung fiel auf, dass seine Fontanelle gewölbt war", erinnert sich Mama Vanessa Müller (29). Im Oktober musste dem Kleinen dann ein Shunt gelegt werden, damit das Hirnwasser abfließt. "Aber auch danach traten immer wieder neue Probleme auf."

Augenzittern, der Kopf wuchs nicht richtig. Dann stellte sich heraus, dass die Schädelnähte bereits verknöchert waren. In einer weiteren OP wurde Karl ein Stück des Hinterkopfs entnommen und so der Schädel erweitert: "Damit sein Gehirn wieder genug Platz hat."

Doch die Ärzte fanden lange nicht heraus, was die Ursache für Karls Beschwerden ist. "Erst vor ein paar Tagen haben wir die Diagnose bekommen. Sein Körper kann Calcium, das er durch die Nahrung aufnimmt, nicht richtig verarbeiten. Es gelangt statt ins Blut in die Knochen. Die verknöchern und verdrängen das Knochenmark. Seine Sehnerven sind bereits betroffen", sagt Mama Vanessa.

Derzeit wird Karl im Klinikum Ulm behandelt. "Es kann nur eine Stammzellenspende helfen." Am Donnerstag ab 10 Uhr gibt es für Karl eine Typisierungsaktion im Helios Klinikum Aue. Alle Infos zu Karl und wie Sie helfen können gibt’s auf der Facebookseite "Kämpfer Karl".

Helfen Sie dem kleinen Karl!

Kommentar von Caroline Staude

Gefühlt gibt’s jede Woche neue Aufrufe im Netz und in den Medien, bei denen Stammzellenspender gesucht werden - wie jetzt auch für den kleinen Karl. Und oft ist der Weg in die Medien für die Betroffenen der letzte Ausweg, vielleicht doch noch einen Spender zu finden, weil in der Datenbank bisher kein passender gefunden werden konnte.

Von rund 82 Millionen Bundesbürgern sind lediglich rund 6,5 Millionen im Zentralen Knochenmarkspender-Register gemeldet. Da geht noch mehr! Zumal die Typisierung einfach ist und nicht wehtut: Entweder man macht das bei einer der vielen Aktionen, die verschiedene Vereine auf die Beine stellen, oder man bestellt online einfach ein Typisierungs-Set, zum Beispiel bei der DKMS (Deutsche Knochenmarkspenderdatei). Ein Wangenabstrich und ein bisschen Papierkram genügen, schon kann man Lebensretter werden.

Wer einmal registriert ist, kann nicht nur Menschen hier in Deutschland helfen, sondern weltweit. Und vielleicht lässt sich so auch ein Spender für Karl finden.

Das Schicksal des kleinen Karl (10 Monate) bewegt: Viele Menschen wollen 
helfen.
Das Schicksal des kleinen Karl (10 Monate) bewegt: Viele Menschen wollen helfen.