Ackerböden mit Chemikalien verseucht: Wer zahlt die teure Bodenanalyse?

Eine der verseuchten Ackerflächen im Kreis Rastatt. Sie wurde zu eine Bienenweide umfunktioniert. (Archivbild)
Eine der verseuchten Ackerflächen im Kreis Rastatt. Sie wurde zu eine Bienenweide umfunktioniert. (Archivbild)  © DPA

Karlsruhe - Vor dem Karlsruher Verwaltungsgericht geht am heutigen Dienstag der Streit um die Verantwortung für mit PFC-Chemikalien verseuchtes Ackerland in eine weitere Runde.

Das Baden-Badener Düngemittel- und Kompostwerk klagt gegen das Land Baden-Württemberg, weil es die Kosten für seinerzeit notwendige Bodenanalysen im Kreis Rastatt und rund um Baden-Baden übernehmen musste.

Dazu war das Unternehmen als möglicher Verursacher der Verschmutzung vom Verwaltungsgerichtshof (VGH) in Mannheim 2015 per Eilverfahren verurteilt worden. Insgesamt geht es nun im Hauptsacheverfahren des Verwaltungsgerichts um mehr als 240.000 Euro.

Das Unternehmen steht im Verdacht, auf Ackerboden ausgebrachtem Kompost Abfallstoffe beigemischt zu haben, die mit per- und polyfluorierten Chemikalien (PFC) belastet waren. Diese Vorwürfe bestreitet es. Ein Strafverfahren dazu war im Januar von der Staatsanwaltschaft Baden-Baden eingestellt worden.

Wer für die Verseuchung der fast 500 Hektar Land in Mittelbaden verantwortlich ist, ist weiter unklar. Vor dem Verwaltungsgericht sollen auch Gutachter gehört werden.


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