Mann wird von Eichhörnchen verfolgt: Fürs Kleine ging es um Leben und Tod

Karlsruhe - Ungewöhnlicher Einsatz für die Polizei am Donnerstagmorgen!

"Karl-Friedrich" nach seiner Rettung durch die Polizei.
"Karl-Friedrich" nach seiner Rettung durch die Polizei.  © Polizeipräsidium Karlsruhe

Weil ihn ein Eichhörnchen verfolgte, wählte ein Mann den Notruf. Ein Streifenwagen wurde in die Erzbergerstraße geschickt, um der Sache nachzugehen, heißt es in einer Mitteilung.

Tatsächlich trafen die Polizisten dort auf den Mann, der von dem hartnäckigen kleinen Geschöpf verfolgt wurde. Während die Beamten sich vor Ort ein Bild von der Situation machten, sorgte das Eichhörnchen offenbar für jede Menge Spaß und Begeisterung.

Dies belegt ein Auszug aus dem Einsatz-Protokoll: "Eichhörnchen wird neues Maskottchen, wurde getauft auf den Namen Karl-Friedrich." Gefolgt von der Nachricht: "Das Eichhörnchen ist aufgrund des Schreckens eingeschlafen."

"Karl-Friedrich" wurde aufs Revier gebracht. Dort kümmerte man sich sofort um eine Unterkunft für das kleine Eichhörnchen, welches offenbar auf der Suche nach einem neuen Zuhause war.

Das Tier befindet sich mittlerweile in einer Auffangstation und wird nach Polizeiangaben bestens umsorgt.

Jungtiere sollten immer von Fachleuten aufgezogen werden, sonst endet das meist tödlich.
Jungtiere sollten immer von Fachleuten aufgezogen werden, sonst endet das meist tödlich.  © DPA

Wichtig: Wenn ein kleines Eichhörnchen einem Hund oder gar einem Menschen nachläuft, sich vielleicht sogar an den Hosenbeinen festklammert, dann macht es das nicht aus Spaß!

"Das ist pure Verzweiflung. In dem Moment geht es um Leben und Tod", berichtet Fabienne Widera von Eichhörnchen in Not in Stuttgart gegenüber TAG24.

Denn wenn ein Kleines all seinen Mut zusammen nimmt, dann ist es allein, hat wohl keine Mutter mehr und will nur noch eines: überleben! "Da suchen sie überall nach Hilfe", so die Expertin.

Wenn Euch ein kleines Eichhörnchen folgt, dann packt es am besten in einen Schal oder ein Taschentuch ein und bringt es zur nächsten Auffangstation für Wildtiere. Oder in Stuttgart etwa zu Eichhörnchen in Not.

Die Kleinen brauchen Wärme, also nie einfach in einen Pappkarton stecken, sondern warm und weich einpacken und vielleicht noch eine Wärmflasche dazugeben, damit sich die Tiere wärmen können.

Und ganz wichtig: Niemals selbst füttern oder versuchen, ein Jungtier aufzuziehen! "Das geht in 99 Prozent der Fälle schief", sagt Widera. "Zu Lasten des Jungtiers."


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