Schwarzfahrer mit Fleischerbeil unterwegs, dann droht er, alle umzubringen

Karlsruhe - Ein junger Schwarzfahrer (21) hat in einem ICE mit Mord gedroht, sollte er nicht kostenfrei weiterfahren können.

Der Schwarzfahrer hatte ein Fleischerbeil dabei. (Montage/Symbolbild)
Der Schwarzfahrer hatte ein Fleischerbeil dabei. (Montage/Symbolbild)  © Montage: dpa, 123rf/karandaev

Der Vorfall ereignete sich bereits am 9. Oktober, wurde aber erst jetzt durch die Bundespolizei öffentlich gemacht.

Demnach war der 21 Jahre alte Syrer im ICE von Mannheim nach Karlsruhe von einem Bahnmitarbeiter kontrolliert worden. Der Schwarzfahrer drohte, "alle umzubringen", falls er den Zug nicht weiter nach Freiburg nutzen dürfe. Daraufhin wurde die Bundespolizei alarmiert. Die Beamten kontrollierten den jungen Mann beim Halt im Karlsruher Hauptbahnhof.

"Der Aufforderung der Polizisten, den Zug zu verlassen, kam der Mann unmittelbar nach. Bei der Durchsuchung des Mannes fanden die Beamten zu ihrer Verwunderung ein am Körper getragenes Fleischerbeil", heißt es in der Mitteilung weiter.

Weil sich der Syrer gegenüber den Beamten nicht ausweisen konnte, wurde er zur Identitätsfeststellung anschließend auf die Wache gebracht. Bei der Überprüfung der Fingerabdrücke stellten die Bundespolizisten dann fest, dass der 21-Jährige bereits mehrfach wegen diverser Gewaltdelikte polizeilich in Erscheinung getreten war.

Nach Rücksprache mit der zuständigen Staatsanwaltschaft wurde er dem Haftrichter vorgeführt und anschließend in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert. Den jungen Mann erwartet nun ein Ermittlungsverfahren wegen räuberischer Erpressung und Beförderungserschleichung.

Zeugen, die den Vorfall im Zug beobachtet haben, werden gebeten sich bei der Bundespolizeiinspektion Karlsruhe unter der Rufnummer 0721/120160, der kostenlosen Hotline der Bundespolizei 0800/6888000 oder dem Kriminaldauerdienst des Polizeipräsidiums Karlsruhe unter 0721/6665555 zu melden.

Der Syrer wurde nach dem Vorfall einem Haftrichter vorgeführt, sitzt nun ein. (Symbolbild)
Der Syrer wurde nach dem Vorfall einem Haftrichter vorgeführt, sitzt nun ein. (Symbolbild)  © DPA

Titelfoto: Montage: dpa, 123rf/karandaev

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