Mann wehrt sich heftig gegen Festnahme, wenige Tage später stirbt er

Karlsruhe - Ein 28-jähriger Mann ist in einem Karlsruher Krankenhaus verstorben. Die Geschichte, wie es dazu kam, gibt jedoch Rätsel auf.

Eine Obduktion des Leichnams ergab keine konkrete Todesursache. (Symbolbild)
Eine Obduktion des Leichnams ergab keine konkrete Todesursache. (Symbolbild)  © Christian Charisius/dpa

Wie die Polizei und Staatsanwaltschaft Karlsruhe am heutigen Dienstagnachmittag gemeinsam mitteilten, wurde der Mann am 21. Juli wegen mutmaßlichen Diebstahls in einer Tankstelle in Karlsruhe festgenommen.

Im Zuge dessen fanden die Beamten heraus, dass gegen den 28-Jährigen ein weiteres Verfahren von der Staatsanwaltschaft Dortmund lief und der Mann ohnehin festgenommen werden sollte.

Der Tatverdächtige wehrte sich am 21. Juli heftig gegen seine Festnahme, musste teilweise von sechs Polizeikräften festgehalten werden. Wie es in der Mitteilung weiter heißt, wurde der Mann letztlich in ein Gefängnis in Bruchsal gebracht.

Dort angekommen, widersetzte sich der 28-Jährige jedoch erneut mit aller Kraft dem Zugriff der Beamten. Unter anderem soll er einen Polizisten in die Hand gebissen und einem anderen in die Augen gespuckt haben.

Die Einsatzkräfte sahen sich gezwungen, den Festgenommenen zu fixieren. In der Folge bekam dieser daraufhin jedoch Atemnot, weshalb ein Notarzt hinzugezogen werden musste. Da sich der Zustand des Mannes verschlechterte, mussten sogar Wiederbelebungsmaßnahmen eingeleitet werden.

Letztlich wurde er in ein Karlsruher Krankenhaus verbracht, wo er aber ohne das Bewusstsein wieder zu erlangen am 1. August verstarb. Eine Obduktion des Leichnams ergab jedoch keine konkrete Todesursache.

Ob das Einwirken der Polizeibeamten mit ein Grund für den Tod des Mannes war, blieb offen.

Der 28-Jährige setzte sich mehrmals heftig gegen seine Festnahme durch die Polizei zur Wehr. (Symbolbild)
Der 28-Jährige setzte sich mehrmals heftig gegen seine Festnahme durch die Polizei zur Wehr. (Symbolbild)  © Johannes Neudecker/dpa

Titelfoto: Johannes Neudecker/dpa

Mehr zum Thema Polizeimeldungen:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0