Vater gibt vor Gericht zu, seine Familie ohne Grund ermordet zu haben

Karlsruhe - Im Mordprozess gegen einen Familienvater vor dem Landgericht Karlsruhe hat der 61-Jährige die Tat eingeräumt.

Mai 2019: Polizei und Rotes Kreuz in Tiefenbronn.
Mai 2019: Polizei und Rotes Kreuz in Tiefenbronn.  © Aaron Klewer/Einsatz-Report24/dpa

In einer Erklärung, die seine Anwältin beim Prozessauftakt am Freitag vorlas, hieß es: "Es ist für mich kaum vorstellbar, mit der Tat weiter zu leben." Er werde jede Entscheidung des Gerichts annehmen. Seine Familie sei für ihn das Wichtigste in seinem Leben gewesen. Es habe keinen Anlass für die Tat gegeben.

Die wirtschaftliche Situation der Familie sei - entgegen seiner Vernehmung bei der Polizei - gut gewesen. Der Angeklagte räumte aber psychische Probleme ein: "Bei mir wurde eine bipolare Störung diagnostiziert."

Der Mann soll im Mai vergangenen Jahres seine 38 Jahre alte Frau und den achtjährigen Sohn umgebracht haben.

Dessen älterer Bruder wurde bei der Gewalttat in Tiefenbronn (Enzkreis) lebensgefährlich verletzt und entkam dem Tod nur knapp. (TAG24 berichtete)

Polizeifahrzeuge im vergangenen Jahr vor dem Tatort.
Polizeifahrzeuge im vergangenen Jahr vor dem Tatort.  © EinsatzReport24

Titelfoto: EinsatzReport24

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