Instagram-Star Pamela Reif verliert Schleichwerbung-Prozess

Karlsruhe - Mit mehr als vier Millionen Followern gehört Pamela Reif zu den deutschen Stars bei Instagram.

Wegen möglicher fehlender Werbekennzeichnung sind neben Pamela Reif (Foto) auch andere Influencerinnen in Rechtsstreitigkeiten verwickelt.
Wegen möglicher fehlender Werbekennzeichnung sind neben Pamela Reif (Foto) auch andere Influencerinnen in Rechtsstreitigkeiten verwickelt.  © DPA

Die 22-Jährige Karlsruherin lässt ihr junges Publikum mit Fotos und Videos an ihrem Leben teilhaben, sie präsentiert dabei auch Bekleidung. Was davon muss sie als Werbung kennzeichnen?

Über diese Frage will das Landgericht Karlsruhe am Donnerstag (14 Uhr) entscheiden. Der Verband Sozialer Wettbewerb mit Sitz in Berlin hatte eine Unterlassungsverfügung gegen die junge Frau erwirkt.

In der Verhandlung im Januar hatte Reif den Vorwurf der Schleichwerbung zurückgewiesen. Aus ihrer Sicht ist es Werbung, wenn sie für die Präsentation bezahlt wird. Das kennzeichne sie immer. Der Vorsitzende Richter hielt ihr entgegen, beim Instagram-Auftritt einer so bekannten Person sei zwischen geschäftlich und privat kaum zu unterscheiden.

"Wer sich entscheidet, mit Instagram Geld zu verdienen, dem ist die Möglichkeit genommen, dort privat unterwegs zu sein", sagte er.

Neben Reif waren und sind weitere Influencerinnen wegen möglicherweise fehlender Werbekennzeichnungen in rechtliche Auseinandersetzungen verwickelt. In München wird Ende April eine Entscheidung in einem Verfahren unter Beteiligung von Cathy Hummels erwartet.

Pamela Reif verliert Prozess in Karlsruhe

Update 15.45 Uhr: Instagram-Star Pamela Reif hat den Prozess um Schleichwerbung verloren.

Sie darf auf ihren Fotos keine sogenannten Tags zu Markenherstellern setzen, ohne dies als Werbung zu kennzeichnen, entschied ein Richter des Landgerichts Karlsruhe am Donnerstag. Der Berliner Verband Sozialer Wettbewerb hatte in drei Fällen eine Unterlassungsverfügung gegen die 22-Jährige erwirkt.

"Der kommerzielle Zweck muss kenntlich gemacht werden", sagte der Richter. Besonders die überwiegend jungen Menschen, die zu Reifs mehr als vier Millionen Followern gehören, seien leicht zu beeinflussen und müssten geschützt werden.

Reifs Anwalt kündigte an, in die nächste Instanz vor das Oberlandesgericht zu gehen.

Titelfoto: Instagram / DPA

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