Schüler im syrischen Bürgerkrieg erschossen: Wurde er in den Tod geschickt?

Karlsruhe/Frankfurt am Main - Ein Islamist, der einen 16 Jahre alten Schüler in den syrischen Bürgerkrieg schickte, ist rechtskräftig zu dreieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt.

Der 16-Jährige wurde 2014 in der Nähe der Stadt Aleppo erschossen (Symbolbild).
Der 16-Jährige wurde 2014 in der Nähe der Stadt Aleppo erschossen (Symbolbild).  © 123RF/zabelin

Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe verwarf die Revision des Mannes als "offensichtlich unbegründet". Das teilte das Landgericht Frankfurt am Mittwoch mit. (Az. 3 StR 420/19)

Der Schüler war Anfang 2014 kurz nach seiner Ankunft in Syrien in der Nähe der Stadt Aleppo erschossen worden.

Das Landgericht hatte den damals 29-Jährigen im Dezember 2018 wegen Beihilfe zur Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat zu der Haftstrafe verurteilt.

Die Richter waren überzeugt, dass er dem Jugendlichen das Flugticket besorgt und bezahlt hatte, um über die Türkei nach Syrien zu kommen. Dort wollte er gegen das Regime kämpfen.

Der Angeklagte hatte die Vorwürfe bestritten. Er habe gedacht, dass sein junger Bekannter in der Türkei seine Familie besuchen wolle.

Der Bundesgerichtshof verwarf die Revision des Angeklagten (Symbolbild).
Der Bundesgerichtshof verwarf die Revision des Angeklagten (Symbolbild).  © dpa/Uli Deck

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