Karstadt-Kahlschlag! Aber Sonderstatus für Dresden

Die Karstadt-Filiale in Dresden.
Die Karstadt-Filiale in Dresden.

Von Juliane Morgenroth

Dresden - Vor sechs Monaten übernahm der Österreicher René Benko (37) die angeschlagene Warenhauskette Karstadt. Nun droht offenbar Kahlschlag - auch in Dresden. Allerdings soll die Filiale einen herausgehobenen Status bekommen.


Mehr als jeder zehnte Arbeitsplatz soll bundesweit abgebaut werden - das berichtet die „Süddeutsche Zeitung“ unter Berufung auf ein internes Papier.

Die Zahl der Vollzeitstellen in den 83 Warenhäusern soll demnach bis 2016 um 1271 auf 8170 reduziert werden. Die Personalkosten sollten so um 64 Millionen auf 308 Millionen Euro gesenkt werden.

Doch selbst wer seine Stelle behält, soll nach dem Willen der Karstadt-Führung finanzielle Opfer bringen - zum Beispiel beim Weihnachts- und Urlaubsgeld. Außerdem plant die Karstadt-Führung laut der Gewerkschaft Verdi, 1100 Mitarbeiter von Verkaufsberatern zu Regaleinräumern zu degradieren.

Eine künftige Bezahlung nach dem niedrigeren Logistiktarif ließ Karstadt über einen Anwalt dementieren.

Für drei Filialen sieht das Konzept einen Sonderstatus vor: Dresden, München Hauptbahnhof und Hamburg/Mönckebergstraße. Diese „Direktfilialen“ sollen als „Schrittmacher“ dienen und Innovationen testen. Was das konkret heißt - unklar.

Karstadt ging am Montag auf Tauchstation, wollte sich nicht äußern.

Fotos: Eric Münch


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