Karstadt-Kaufhof-Fusion: Sportgeschäft wird Schwerpunkt

Essen/Köln - Bei einer möglichen Fusion von Karstadt und Kaufhof soll der Ausbau des Sportgeschäfts zu den Schwerpunkten des neuen Warenhauskonzerns gehören.

"Karstadt sports"-Filiale in Düsseldorf: Das Sportgeschäft soll bei der geplanten Fusion von Karstadt mit Kaufhof ausgebaut werden.
"Karstadt sports"-Filiale in Düsseldorf: Das Sportgeschäft soll bei der geplanten Fusion von Karstadt mit Kaufhof ausgebaut werden.  © DPA

Das bislang vom Karstadt-Eigner Signa separat geführte Karstadt-Sportgeschäft werde damit zu einem "wichtigen Zukunftsfeld" für das neue Unternehmen, kündigte Karstadt Sports-Chef Thomas Wanke am Donnerstag in einem Mitarbeiterbrief in Essen an.

Der Einkauf des künftig als Tochter von Karstadt Warenhaus geführten Unternehmens werde dazu in die Warenhausgruppe zurückgebracht. Dabei werde auch bereits über eine Ausweitung des Geschäfts innerhalb und außerhalb der bestehenden Warenhäuser nachgedacht, hieß es. Karstadt Sports betreibt derzeit deutschlandweit 28 Filialen.

Durch den Zusammenschluss der beiden Warenhausketten soll ein neuer Einzelhandels-Riese mit europaweit 243 Standorten und rund 32.000 Mitarbeitern entstehen.

Es ist noch offen, ob im Zuge des Zusammengehens Filialen geschlossen werden sollen. Die Signa-Holding von Karstadt-Eigentümer Benko soll die Mehrheit am neuen Unternehmen halten. Das Bundeskartellamt muss die Fusion noch genehmigen. Kartellamtspräsident Andreas Mundt hatte bereits angekündigt, die Pläne genau unter die Lupe zu nehmen.

Kaufhof und Karstadt macht seit Jahren der Siegeszug von Billiganbietern und Online-Händlern zu schaffen. Besonders kritisch ist die Situation zurzeit bei Kaufhof.

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