Sichtschutz am Leipziger Karstadt aufgestellt! Was passiert dahinter?

Leipzig - Am 8. Februar hatte die Leipziger Karstadt-Filiale zum letzten Mal ihre Türen geschlossen. Gut zwei Monate später laufen dort Umbaumaßnahmen. Aber was passiert mit dem mehrstöckigen Gebäude in Bestlage?

Am 8. Februar schloss die Leipziger Karstadt-Filiale. Was aus ihr wird, weiß nur der Eigentümer.
Am 8. Februar schloss die Leipziger Karstadt-Filiale. Was aus ihr wird, weiß nur der Eigentümer.  © dpa/Sebastian Willnow

"Der Eigentümer der Immobilie arbeitet an einem Konzept zur zukünftigen Nutzung seines Hauses, einschließlich der daraus gegebenenfalls folgenden baulichen Veränderungsnotwendigkeiten", teilte das Dezernat für Stadtentwicklung und Bau auf TAG24-Nachfrage mit.

"Genauere Erkenntnisse wird man sicher erst in den nächsten Monaten erwarten können und Auskunft dazu kann auch nur der Eigentümer selbst geben", heißt es weiter.

Die Stadt bemüht sich seit langem in Gesprächen mit dem Eigentümer der Immobilie, Even Capital aus Luxemburg, um eine weitere Nutzung. In diesem Jahr sollen zunächst baurechtliche Fragen geklärt werden. Der anschließende Umbau des Hauses wird mindestens ein weiteres Jahr dauern, wie die Stadt mitteilte. Konkret bedeutet dies, dass das Gebäude etliche Jahre leer stehen wird.

Der Mietvertrag war zu Ende März 2019 gekündigt worden, nachdem Karstadt eine Mieterhöhung von rund 68 Prozent nicht zahlen wollte. Bereits Ende August hatte Karstadt allen 230 Beschäftigten in Leipzig gekündigt. Seit vergangenem Oktober lief in dem Traditionshaus der Ausverkauf. Auf großen Werbetafeln hieß es "Alles muss raus" und "Großer Abverkauf".

"Wir hatten sehr vertrauensvolle Gespräche und sind uns mit dem Eigentümer einig, dass dieses Haus in bester Lage so schnell wie möglich weiterentwickelt und genutzt werden muss", sagte Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD). Eigentümer und Stadt würden sich eng abstimmen und alles tun, um das traditionsreiche Haus wieder mit Leben zu füllen.

Der Eigentümer, der sich selbst nicht äußert, will das Gebäude nach Angaben der Stadt langfristig zu einem zentralen Publikumsmagneten im Zentrum der Leipziger Innenstadt entwickeln.

Gut zwei Meter hohe Holzplatten wurden um den Eingangsbereich der ehemaligen Karstadt-Filiale an der Ecke Neumarkt/Preußergässchen aufgestellt. Was dahinter passiert, ist unklar.
Gut zwei Meter hohe Holzplatten wurden um den Eingangsbereich der ehemaligen Karstadt-Filiale an der Ecke Neumarkt/Preußergässchen aufgestellt. Was dahinter passiert, ist unklar.  © Christian Grube

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