Neuer Name für Kaßbergauffahrt, doch so schlimm steht es um die Brücke

Links der Namens-, rechts der Ideengeber der "neuen" Brücke: Karl Schmidt-Rottluff und Dieter Füsslein.
Links der Namens-, rechts der Ideengeber der "neuen" Brücke: Karl Schmidt-Rottluff und Dieter Füsslein.  © dpa, Peter Zschage

Chemnitz - Sie trägt einen großen Namen, bricht aber bald zusammen: Die Kaßbergauffahrt heißt ab sofort Karl-Schmidt-Rottluff-Brücke. 2018 wird das Bauwerk saniert.

Einer der großen Söhne der Stadt Chemnitz ist Karl Schmidt-Rottluff (1884-1976). Nach ihm ist am Freitag die Kaßbergauffahrt benannt worden. Zwei 30 mal 45 Zentimeter große Messingtafeln zeugen davon.

Der Stadtrat hatte in Würdigung der Lebensleistungen von Karl Schmidt-Rottluff und aus Anlass des 110-jährigen Jubiläums der Künstlergruppe „Brücke“ die Brücken-Taufe beschlossen.

Der Ideengeber für die Bauwerks-Taufe, Dieter Füsslein (76, FDP), war zur Namensgebung nicht vor Ort. „Ich hatte keine Einladung. Man hätte das viel festlicher gestalten müssen.“

Ratskollege Ulf Kallscheidt (48, SPD): „Wenn es identitätsstiftende Brücken gibt, dann sollen weitere Namensgebungen folgen.“

Die Haltestelle „Kaßbergauffahrt“ behält ihren Namen. „Ich habe mit der CVAG gesprochen. Es wird keine Umbenennung geben“, sagt Stadtführerin Grit Linke (56). „Aber meine Brückentour ist um eine Attraktion reichen.“

Das Rathaus plant 2018 die Sanierung der Brücke. „Nach derzeitigen Schätzungen betragen die Kosten rund 2,8 Millionen Euro“, so ein Stadtsprecher.

Die Brücke weist erhebliche Mängel auf.
Die Brücke weist erhebliche Mängel auf.  © Kristin Schmidt
Ein Messingschild erinnert jetzt an den Namensgeber.
Ein Messingschild erinnert jetzt an den Namensgeber.  © Kristin Schmidt
2018 soll die Brücke saniert werden.
2018 soll die Brücke saniert werden.  © Kristin Schmidt

Titelfoto: Kristin Schmidt


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