Mit Schmerzmitteln gefügig gemacht: Mann soll fünf Frauen vergewaltigt haben

Beverungen/Kassel - Weil ein 47-jähriger Mann mindestens fünf Frauen vergewaltigt und sexuell missbraucht haben soll, muss er sich jetzt vor der 1. Strafkammer des Landgerichts Kassel verantworten.

Am 1. November soll das Urteil gegen den 47-jährigen Mann fallen. (Symbolbild)
Am 1. November soll das Urteil gegen den 47-jährigen Mann fallen. (Symbolbild)  © 123RF

Der Angeklagte soll die Taten zwischen den Jahren 2012 und 2015 verübt haben. Dabei soll er seine Opfer, darunter auch zwei Minderjährige, brutal geschlagen und gewürgt haben.

Vor Gericht legte der Mann am ersten Prozesstag ein Teilgeständnis ab und erklärte sich schuldig, seine damalige Freundin in ihrer Beverunger Wohnung sowie in seiner Wohnung in Kassel angegangen zu sein.

Dabei soll er laut Anklageschrift die junge Frau mehrmals vergewaltigt haben und ihr ins Gesicht und gegen den Brustkorb geschlagen haben. Zudem soll er sein Opfer gewürgt haben. Einmal sogar so stark, dass die Frau ohnmächtig wurde. Als sie anschließend wieder zu Bewusstsein kam, soll er sie erneut vergewaltigt haben.

Bei all den Taten habe er sehr viel Alkohol getrunken, erklärte der 47-Jährige und gab daher an, sich an vieles nicht erinnern zu können. Für ihn selbst sei ein Kasten Bier am Tag kein Problem gewesen.

Der Angeklagte soll seiner Freundin ins Gesicht und gegen den Brustkorb geschlagen haben. (Symbolbild)
Der Angeklagte soll seiner Freundin ins Gesicht und gegen den Brustkorb geschlagen haben. (Symbolbild)

Die vier weiteren Taten bestreitet er hingegen. So soll er in seiner Wohnung eine 17-Jährige vergewaltigt haben. Damit ihm dieses leichter gelang, habe er laut Staatsanwaltschaft den Körper des jungen Mädchens fixiert.

Zudem soll er einer 16-Jährigen mit der Faust die Nase gebrochen haben und sie anschließend sexuell missbraucht haben. Dabei soll er sie auf starke Schmerzmittel gesetzt haben, um sie gleich mehrmals zu missbrauchen.

Mit diesen Tabletten oder ähnlichen habe er zudem im August 2015 ein 20-jähriges und ein 21-jähriges Mädchen gefügig gemacht, so die Staatsanwaltschaft weiter. Die Vergewaltigung der beiden bestreitet der Angeklagte allerdings.

Mit einem Urteil in den Fällen wird am 1. November gerechnet. "Sollte der Tatnachweis erbracht werden, so wird sich die Kammer neben der Verhängung einer Tat-schuldangemessenen Strafe auch mit der Frage zu befassen haben, ob die Voraussetzungen der Sicherungsverwahrung vorliegen", so der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Andreas Thöne gegenüber der Neuen Westfälischen.

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