Auf der Weltstar-Bühne: So erlebten Milky Chance ihren Auftritt beim Corona-Konzert

Kassel - Das Pop-Duo Milky Chance aus Kassel ist weltweit erfolgreich. Nun teilten die jungen deutschen Musiker bei einem Benefizkonzert für Corona-Helfer die große Bühne mit den Weltstars - im "Homeoffice".

Waren beim Reigen der Weltstars mit dabei: Das Kasseler Duo Milky Chance (Archivbild).
Waren beim Reigen der Weltstars mit dabei: Das Kasseler Duo Milky Chance (Archivbild).  © Britta Pedersen/ZB/dpa

Zuletzt ging es für Milky Chance steil nach oben. 

Und auch wenn die weltweite Corona-Pandemie die beiden jungen Hessen Clemens Rehbein und Philipp Dausch (Riesenhit: "Stolen Dance") so wie die gesamte Musikbranche derzeit ausbremst, hat ihnen die Krise am Wochenende einen ungewöhnlichen Auftritt beschert: Als einzige deutsche Künstler traten Milky Chance bei einem großen Benefizkonzert im Internet zugunsten der Corona-Helfer auf.

Aus dem Heimstudio in Kassel schaltete sich das Duo knapp vier Minuten in den Reigen der internationalen Stars ein.

Sänger und Gitarrist Rehbein mahnte zum Schluss, dass in der Krise jeder Einzelne Verantwortung trage - also zu Hause zu bleiben, um die Ausbreitung des Virus aufzuhalten.

Zuletzt hatten Milky Chance unter anderem auf Spotify und Instagram bereits vier "stayhome-sessions" veröffentlicht, auf denen sie Akustik-Versionen von Songs ihres neuen Albums spielen.

Nervös mache sie der Auftritt nicht, hatte Rehbein vor dem Konzert der Deuschen Presse-Agentur (dpa) gesagt (TAG24 berichtete). "Aufgeregt vielleicht, und vorfreudig, aber nicht hibbelig. Es ist cool für uns, dabei zu sein."

Der Veranstalter des Benefiz-Konzertes unter dem Motto "One World: Together at Home", die Entwicklungs-Organisation Global Citizen, war zuvor auf die bereits international erfolgreiche deutsche Band aufmerksam geworden.

Mit Lady Gaga und den Rolling Stones gemeinsam auf der virtuellen Bühne

In einem Livestream über Youtube und Twitter brachte Pop-Superstar Lady Gaga Künstler aus aller Welt in einem zweiteiligen Konzert zusammen (Archivbild).
In einem Livestream über Youtube und Twitter brachte Pop-Superstar Lady Gaga Künstler aus aller Welt in einem zweiteiligen Konzert zusammen (Archivbild).  © Jordan Strauss/Invision/AP/dpa

In einem Livestream über YouTube und Twitter brachte Pop-Superstar Lady Gaga Künstler aus aller Welt in einem zweiteiligen Konzert zusammen, darunter große Namen wie Taylor Swift, Elton John, die Rolling Stones und Paul McCartney. Es ging um Unterstützung für den Solidaritäts-Fonds der Weltgesundheitsorganisation WHO.

Der Höhenflug von Milky Chance geht damit weiter. Die beiden jetzt 27-Jährigen spielen schon seit Jugendzeiten zusammen - ihre ersten Songs waren quasi noch im Kinderzimmer entstanden, darunter "Stolen Dance".

Schon das Debütalbum "Sadnecessary" war für die Newcomer ein Erfolg, es kam 2013 auf Platz 14 der deutschen Charts, in den USA auf Rang 17.

Der Bandname, das verrieten die beiden im dpa-Interview zum jüngsten Album "Mind The Moon" (2019), hat keinen tieferen Sinn. 

"Der war schon vor unserem Projekt da", erzählte Rehbein. "Den habe ich mir ausgedacht. Man kann ihn gut aussprechen, er hat aber keine wirkliche Bedeutung."

Milky-Chance-Songs wurden seither millionenfach verkauft und im Internet geklickt. Das 2017 erschienene Album "Blossom" schaffte es in die Top Ten der deutschen Album-Charts, die Band heimste unter anderem Goldene oder Platin-Schallplatten ein.

Ihre Spezialität: Eine smarte Mischung verschiedener Musikstile mit Sommerhit-Charakter - Pop, Folk, Reggae, Elektro.

Zu Milky Chance zählen außerdem noch Antonio Greger (Gitarre, Mundharmonika) und Sebastian Schmidt (Schlagzeug). Derzeit arbeitet die Band nach Rehbeins Worten von zuhause aus an neuer Musik.

Zu ihren musikalischen Vorbildern zählen die beiden Kasseler sehr unterschiedliche Künstler: Vom Schweden The Tallest Man On Earth über Bob Marley, Ray Charles und Jack Johnson bis zu John Frusciante von den Red Hot Chili Peppers.

"Es geht alles Hand in Hand und ist bunt gemischt", beschrieb Dausch die Mixtur. "Eine wilde musikalische Reise, von einem Genre ins andere."

Titelfoto: Britta Pedersen/ZB/dpa


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