Deutsche Studentin unter Drogen gesetzt und von Klippe gestürzt: Warum kommt es nicht zum Prozess?

Imperia/Marburg/Kassel - Ein geplanter Prozess wegen des Sturzes einer Studentin aus Hessen von einer Klippe ist am Dienstag im italienischen Imperia verschoben worden.

Der Beschuldigte soll der damals 21-Jährigen Drogen verabreicht und sie von einer Klippe hinab gestoßen haben (Symbolbild).
Der Beschuldigte soll der damals 21-Jährigen Drogen verabreicht und sie von einer Klippe hinab gestoßen haben (Symbolbild).  © Guo Qiuda/XinHua/dpa

Das sagte der Anwalt des Mannes, dem ein versuchter sexueller Übergriff und fahrlässige Körperverletzung der jungen Frau vorgeworfen werden.

Es habe bei Gericht einen Fehler gegeben, deshalb sei der Beginn auf den 3. März verlegt worden, erläuterte Mario Ventimiglia der Deutschen Presse-Agentur. Sein Mandant, der zwischenzeitlich auf freiem Fuß war, sei aktuell wegen eines anderen Vorfalls im Gefängnis.

Er soll die damals 21-Jährige im Juli 2018 in Sanremo in Ligurien einen Abhang am Meer hinab gestoßen haben. Die Frau war bei dem Sturz aus 50 bis 70 Metern Höhe schwer verletzt worden (TAG24 berichtete). Der Beschuldigte soll der Urlauberin auch Drogen verabreicht haben.

Der Anwalt sagte, der Mann bestreite die Vorwürfe. Er hatte von einem "Unglück" gesprochen. Die Frau, die heute 23 Jahre alt ist und in Marburg studiert, war in Deutschland Anfang 2019 von der Kasseler Polizei zum Geschehen vernommen worden.

Sie leidet nach Angaben ihrer Mutter weiter an den Folgen.

Der Prozess wurde vorerst auf den 3. März verlegt (Symbolbild).
Der Prozess wurde vorerst auf den 3. März verlegt (Symbolbild).  © 123RF/Aleksandar Radovanovic

Titelfoto: Guo Qiuda/XinHua/dpa

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