Nach Lübcke-Mord: Neuer Regierungs-Präsident in Kassel eingeführt

Kassel - Der Nachfolger des erschossenen Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke ist am Freitag in sein Amt eingeführt worden.

Hermann-Josef Klüber (li.) tritt die Nachfolge des ermordeten Walter Lübcke (re.) an
Hermann-Josef Klüber (li.) tritt die Nachfolge des ermordeten Walter Lübcke (re.) an  © Bild-Montage: dpa

Knapp vier Monate nach dem Mord an Walter Lübcke tritt nun Hermann-Josef Klüber in seine Fußstapfen. Der 63 Jahre alte Jurist war bislang Vizepräsident im Regierungspräsidium.

Anfang September hatten Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier und Innenminister Peter Beuth (beide CDU) bekanntgegeben, dass er die Nachfolge von Lübcke antreten soll.

Das Regierungspräsidium ist eine Verwaltungsbehörde mit rund 1500 Mitarbeitern auf mittlerer Ebene zwischen dem Land Hessen und seinen Gemeinden.

Innenminister Beuth sagte, Klüber habe sich durch seine fachlichen Fähigkeiten und seine bodenständige Art einen Namen gemacht.

Seine Ernennung stehe für Stabilität und Konstanz. "Hermann-Josef Klüber ist ein erfahrener Verwaltungs-Experte und ein engagierter Streiter für die Interessen der Region."

Walter Lübcke war Anfang Juni auf der Terrasse seines Wohnhauses erschossen worden

Lübcke war Anfang Juni mit einem Kopfschuss auf der Terrasse seines Wohnhauses im nordhessischen Wolfhagen bei Kassel getötet worden. Der Generalbundesanwalt geht von einem rechtsextremen Hintergrund für die Tat aus.

Der rund zwei Wochen danach festgenommene Hauptverdächtige Stephan E. hatte zunächst ein Geständnis abgelegt, dieses später aber widerrufen (TAG24 berichtete). Er sitzt unter Mordverdacht in Untersuchungshaft.

Lübcke saß auch mehrere Jahre als Abgeordneter für die CDU im hessischen Landtag.

Titelfoto: Bild-Montage: dpa


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