69-Jähriger erschießt Nachbarn: Der Grund ist unfassbar!

Der 47-Jährige Nachbar verstarb an seinen Verletzungen (Symbolfoto).
Der 47-Jährige Nachbar verstarb an seinen Verletzungen (Symbolfoto).  © DPA

Kassel - Das "Warum" macht einfach sprachlos: Ein Streit um zu hohe Nebenkosten war Auslöser der grausamen Tat, bei der ein 69-Jähriger seinen Nachbarn mit einer Pistole erschoss und dessen Ehefrau schwer verletzte!

Seit Mittwoch steht der 69-Jährige vor dem Landgericht Kassel und muss sich für seine Tat im März verantworten. Er ist wegen Mordes, versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung angeklagt.

Laut Staatsanwaltschaft ging der Mann nach einem Streit mit Pistole und abgesägter Schrotflinte auf das benachbarte Ehepaar los – mit tödlichen Folgen. Der 47-Jährige verstarb, während dessen 30-Jährige Frau schwer verletzt wurde.

Der mutmaßliche Schütze gibt allerdings vor Gericht an, er könne sich nicht mehr an die Tat erinnern! Zu den Umständen der Tat schilderte der 69-Jährige allerdings völlig unberührt seine Sicht der Dinge.

In seinen Augen seien die Nachbarn Schuld an einer hohen Nebenkostenabrechnung gewesen, weil sie die Heizung höher stellen ließen, weswegen es zum Streit kam. Er habe im Treppenhaus den 47-Jährigen darauf angesprochen. Ab dann, kann er sich angeblich an nichts mehr erinnern.

Danach soll es erst zu einem Handgemenge gekommen sein, bei dem der 69-Jährige unterlag. Als seine Nachbarn sich umdrehten und weggingen, soll er schließlich eine Pistole geholt haben. Angeblich habe er dann auf das Ehepaar geschossen, das verletzt in seine Wohnung flüchtete. Der 69-Jährige folgte ihnen laut Anklage mit einer Schrotflinte und verletzte die Frau schwer. Ihr Mann starb später an seinen Verletzungen.

Die Waffen besaß der 69-Jährige illegal und nach eigenen Angaben bereits seit vielen Jahren. Die Ehefrau des Opfers ist Nebenklägerin im Prozess. Sie verließ bei den Schilderungen des Angeklagten den Raum. Ihr Anwalt erklärte, sie leide heute noch psychisch unter den Folgen der Tat. Ziel seiner Mandatin sei eine gerechte Strafe und ein Schmerzensgeld.

Ein Urteil wird frühestens Ende Januar erwartet.


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