Schüsse nach WM-Spiel: Polizei sperrt Stadtteil ab

Kassel - Nach dem 3:1-Sieg der russischen Nationalmannschaft gegen Ägypten bei der Fußball-WM in Russland fielen am Dienstagabend plötzlich Schüsse im Kasseler Stadtteil Rothenditmold.

Der Gefahrenbereich wurde von der Polizei weiträumig abgesperrt (Symbolbild).
Der Gefahrenbereich wurde von der Polizei weiträumig abgesperrt (Symbolbild).  © DPA (Fotomontage)

Gegen 22 Uhr gingen mehrere Notrufe besorgter Anwohner bei der Leitstelle des Polizeipräsidiums Nordhessen ein.

Die Anrufe lösten einen Großeinsatz der Polizei aus, da zunächst "völlig unklar war, aus welchem Grund und mit welcher Art von Waffe die Schüsse abgegeben wurden", wie ein Sprecher am Mittwoch erklärte.

Der Gefahrenbereich wurde weiträumig abgesperrt, wie es weiter hieß. Dann rückte ein "Notinterventionsteam" der Kasseler Polizei zu der Wohnung vor, die von den Zeugen mit den Schüssen in Verbindung gebracht worden war.

Alle Personen in der Wohnung wurde vorübergehend festgenommen. Dann klärte sich der Sachverhalt auf: Der 14-Jährige Sohn der Familie "aserbaidschanischer Herkunft" hatte nach Abpfiff der WM-Partie in Sankt Petersburg aus Freude mit einer Schreckschusswaffe seines Vaters insgesamt sechs Schüsse aus zwei Fenstern der Wohnung abgefeuert.

Gegen die Eltern des Jungen wie auch gegen den 14-Jährigen wurden Strafverfahren eingeleitet. Zudem wurden in der Wohnung insgesamt zwei Schreckschusswaffen und zwei Luftdruckgewehre sichergestellt.

Titelfoto: DPA (Fotomontage)


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