"Katastrophale Kommunikation": KSC-Fans kritisieren Polizeieinsatz

Stuttgart - Der Fan-Dachverband des Karlsruher SC hat das Verhalten der Polizei beim Zweitliga-Derby in Stuttgart deutlich kritisiert.

An der Haltestelle Untertürkheim erkennt man Rauch.
An der Haltestelle Untertürkheim erkennt man Rauch.

"Wir verurteilen die katastrophale Kommunikation und Einsatztaktik der Polizeiführung", schrieben die Supporters auf ihrer Webseite und forderten "eine lückenlose Aufklärung".

Die Beamten hätten das Sicherheitskonzept ohne Rücksprache geändert. Die Folge sei ein erheblicher "Vertrauensverlust". Ein Polizeisprecher war am Montag zunächst nicht zu erreichen.

Vor dem 3:0 des VfB Stuttgart gegen den Karlsruher SC am Sonntag hatten nach Polizei-Angaben rund 200 Fans des Karlsruher SC einen Platzverweis der Polizei bekommen.

Sie durften das Fußballspiel nicht im Stadion verfolgen. Als Grund nannte ein Polizeisprecher das Abbrennen von Pyrotechnik auf dem Weg vom Bahnhof in Untertürkheim zur Arena.

Zudem seien Einsatzkräfte mit Pyrotechnik und Absperrmaterial beworfen worden. Im Fan-Block der Gäste waren bei dem Zweitliga-Spiel einige leere Plätze zu erkennen.

Im Vorfeld der Partie hatte die Polizei von 400 bis 600 Beamten im Einsatz gesprochen, am Sonntag waren den Angaben zufolge dann 700 Polizisten vor Ort.

Fan-Vertreter kritisierten, dass die im Rahmen der Stadionallianzen getroffenen Absprachen nicht eingehalten worden seien.

Der Fanmarsch wird aus Untertürkheim von der Polizei begleitet.
Der Fanmarsch wird aus Untertürkheim von der Polizei begleitet.  © Andreas Rosar/Fotoagentur Stuttgart

Titelfoto: Andreas Rosar/Fotoagentur Stuttgart

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