Schüsse auf Kater: PETA setzt Kopfgeld aus

Vanessa Reithinger, Fachreferentin für Wildtiere bei PETA Deutschland.
Vanessa Reithinger, Fachreferentin für Wildtiere bei PETA Deutschland.

Striegistal - Unfassbar! Ein Unbekannter hat in Striegistal im Ortsteil Arnsdorf mit Schrotkugeln auf einen Kater geschossen und ihn schwer verletzt.

Das 14 Jahre alte Tier wurde gegen Mittag von seinem Halter aus dem Haus gelassen und kehrte mit tiefen Wunden im Gesicht und am Halsbereich zurück.

In der Zwischenzeit hatten Zeugen Schüsse gehört. Die Verletzungen des Katers waren so gravierend, dass er eingeschläfert werden musste.

Die Polizei ermittelt wegen Verdachts auf Verstoß gegen das Tierschutzgesetz. Und auch PETA hat sich eingeschaltet, teilte mit:

„Um die Suche nach dem Täter zu unterstützen, setzt die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland nun eine Belohnung in Höhe von 1.000 Euro für Informationen aus, die zur Ermittlung und Überführung des Tierquälers führen.

Zeugen, die Hinweise beisteuern können, haben die Möglichkeit, sich telefonisch unter 01520/7373341 oder per Mail (whistleblower@peta.de) an PETA zu wenden - auch anonym.“

Dieser 14-jährige Kater erlag seinen Verletzungen nach den Schüssen.
Dieser 14-jährige Kater erlag seinen Verletzungen nach den Schüssen.

PETA kritisiert, dass der Abschuss von Katzen durch Jäger in Sachsen noch immer legal ist.

In anderen Bundesländern, wie etwa in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg, sei die Jagd auf Haustiere durch die Einführung neuer Gesetze weitgehend verboten worden.

„Es ist ein Skandal, dass der Abschuss von Katzen in Sachsen noch immer erlaubt ist“, so Vanessa Reithinger, Fachreferentin für Wildtiere bei PETA Deutschland.

„Den Jägern geht es nicht um Arten- oder Tierschutz, sondern lediglich um die Lust am Töten.“

Schätzungen zufolge werden in Deutschland jährlich 350.000 Katzen durch Jäger getötet, verstümmelt oder angeschossen.

Exakte Zahlen zu den Haustierabschüssen sind nicht erhältlich, weil in den meisten Bundesländern keine Meldepflicht besteht.

Fotos: PR/PETA, privat


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