Hier schwitzt DSC-Girl Katharina für ihr Comeback!

In den ersten acht Wochen musste Katharina Schwabe eine Streckschiene tragen.
In den ersten acht Wochen musste Katharina Schwabe eine Streckschiene tragen.

Von Steffen Grimm

Dresden - Katharina Schwabe ist raus aus dem Tal der Tränen, schaut mittlerweile wieder optimistisch nach vorn. Ihr großes Ziel: „Ich will in den Play-offs noch mal zum Aufschlag aufs Feld kommen.“

Nach nur zwei Spielen der Bundesliga-Hauptrunde hatte sich die DSC-Angreiferin schwer verletzt. Auf dem Weg zum Training war sie auf der Treppe gestürzt, das hintere Kreuzband im rechten Knie war gerissen. Die Prognose: Sechs Monate Zwangspause!

„Bis kurz vor Weihnachten hing ich total durch, erst dann hatte ich die Situation mental verarbeitet“, erzählt die 21-Jährige. „Ich habe mir immer wieder gesagt, dass ich die Mädels nicht im Stich lassen darf. Und dass ich ihnen nicht helfe, wenn sie mich immer wieder heulen sehen.“

Katharina Schwabe gab auch als TV-Kommentatorin eine gute Figur ab.
Katharina Schwabe gab auch als TV-Kommentatorin eine gute Figur ab.

Eine Operation blieb „Schwabi“ erspart. Die ersten acht Wochen musste sie dafür eine Streckschiene tragen (die nur zum Duschen abgemacht wurde), danach war das Kreuzband zu einem Drittel wieder zusammengewachsen.

Schon einen Tag nach der schweren Verletzung stieg die Angreiferin wieder ins Krafttraining bei Athletikcoach Mirco Theurer ein.

„Außer am Sonntag stehen für mich jeden Tag Krafttraining und Physiotherapie auf dem Plan.“

Wichtig war „Schwabi“ zudem, ihre Teamkolleginnen so gut wie möglich zu unterstützen, indem sie viele PR-Termine wahrgenommen hat und sich Zeit für die DSC-Fans nahm. „Das macht echt Spaß.“

Physiotherapeut Rene Wallner macht "Schwabi" wieder fit.
Physiotherapeut Rene Wallner macht "Schwabi" wieder fit.

Wenn der Deutsche Meister am Dienstag zum Champions-League-Rückspiel nach Istanbul fliegt, dann ist auch Katharina Schwabe dabei. Was erwartet sie vom Spiel?

„Wir haben daheim 0:3 gegen Fenerbahce verloren, aber ich hoffe schon, dass die Mädels den Topfavoriten in eigener Halle ein bisschen ärgern können. Das würde mich für sie freuen“, sagt „Schwabi“.

Auf ihrem Programm stehen in der Türkei weiter Reha und anstrengende Kraft-Einheiten mit Mirco Theurer. Die Angreiferin arbeitet hart für ihr Ziel:

„Ich war zum Saisonbeginn dabei und will auch am Ende noch mal auf dem Feld stehen.“

Fotos: Lutz Hentschel


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