Katholischer Pfarrer soll Kinderpornographie gehortet haben

Hanau/Fulda - Die Staatsanwaltschaft Hanau ermittelt gegen einen katholischen Pfarrer aus dem Main-Kinzig-Kreis wegen des Verdachts auf den Besitz kinder- und jugendpornografischer Schriften.

Dem Verdächtigen wurde die Ausübung jeglicher priesterlicher Tätigkeit verboten (Symbolbild).
Dem Verdächtigen wurde die Ausübung jeglicher priesterlicher Tätigkeit verboten (Symbolbild).  © 123RF/Paweł Horosiewicz

Weitere Angaben wollte die Behörde mit Hinweis auf das laufende Ermittlungsverfahren am Montag nicht machen.

Der Priester sei mit sofortiger Wirkung von allen Ämtern beurlaubt worden, teilte das Bistum Fulda mit.

Zudem habe ihm Bischof Michael Gerber die Ausübung jeglicher priesterlicher Tätigkeit verboten. Gegen den Mann habe es bereits früher die Anschuldigung sexueller Beleidigung gegeben, für die er im Jahr 2004 mit einer Bewährungsgeldstrafe belegt worden sei.

Nach einem psychologischen Gutachten und der angeordneten Therapie sei der Mann dann unter Auflagen in einer osthessischen Gemeinde eingesetzt worden.

Im vergangenen Herbst gab Bischof Gerber den Angaben zufolge ein neues psychologisches Gutachten in Auftrag, um die getroffenen älteren Regelungen zu überprüfen. Konkrete neuere Hinweise habe es zu diesem Zeitpunkt nicht gegeben.

Ermittlungen gegen katholischen Pfarrer wegen Kinderporno-Verdacht

"Umso erschütterter" sei der Bischof, dass es "nicht einmal im Kontext der Vorbereitungen dieses Gutachtens einen Hinweis des Pfarrers auf das laufende Verfahren der Staatsanwaltschaft beziehungsweise die damit verbundenen Anschuldigungen gab", erklärte das Bistum.

Der Priester werde sich nun zusätzlich zu den staatsanwaltlichen Ermittlungen auch einem kirchenrechtlichen Verfahren wegen des Verdachts auf den Besitz von Kinderpornografie stellen müssen.

Titelfoto: 123RF/Paweł Horosiewicz

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