Kathrin Oertel kämpft jetzt gegen "Weltverschwörer"

Demo gegen die Bilderberg-Konferenz in Telfs (Tirol).
Demo gegen die Bilderberg-Konferenz in Telfs (Tirol).

Tirol/dresden - Was ist denn da passiert? Eigentlich kennen wir die Dresdnerin Kathrin Oertel (37) als islamfeindliche Ex-PEGIDA-Chefin. Nun plötzlich kursieren im Netz Fotos, die sie als Botschafterin für Toleranz und Weltoffenheit zeigen. Mit Regenbogenfahne in Österreich.

Hintergrund ist die diesjährige "Bilderberg-Konferenz" in Telfs (Tirol). Vergangenes Wochenende kamen hier die 140 mächstigsten Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Militär der Welt zusammen.

Das seit 1945 stattfindende Treffen wird jedes Jahr von heftigen Protesten begleitet, da die Zivilbevölkerung oder Menschenrechtsbewegungen komplett abgeschirmt werden. Verschwörungstheoretiker sprechen von einer "Geheimen Weltregierung".

Auch am 12. Juni waren mehrere Demonstrationen und Proteste in Telfs angemeldet. 2100 Polizisten sicherten die Veranstaltung ab, versuchten die Demonstranten in Schach zu halten.

Ex-PEGIDA-Frontfrau Kathrin Oertel als Friedensengel?
Ex-PEGIDA-Frontfrau Kathrin Oertel als Friedensengel?

Mitten unter den Demonstranten fand sich auch ein bekanntes Gesicht aus Dresden: PEGIDA-Mitbegründerin Kathrin Oertel.

In der Hand hielt sie eine Regenbogenfahne, eigentlich das Symbol für Toleranz und Weltoffenheit. Noch vor ein paar Monaten war Oertel das Gesicht einer fremdenfeindlichen Bewegung, die Tausende Menschen in Dresden auf die Straßen zog und eine Asyldebatte in ganz Deutschland auslöste.

Nach ihrem Ausstieg bei PEGIDA kämpfte Oertel allerdings um ihren Ruf, zog durch verschiedene TV-Talkshows, distanzierte sich von ihren Aktivitäten bei PEGIDA, entschuldigte sich sogar bei allen Muslimen in Deutschland.

Nun also die Anti-Bilderberg-Demo... Was kommt als nächstes?

Fotos: dpa


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0