Kätzchen mit Böllern gequält: Jetzt jagt PETA die Täter

Halle (Saale) - Die Tierquäler, die am Silvesterabend ein Kätzchen grausam mit Böllern verbrannten, sollten sich warm anziehen.

Anwohner fanden Frieda verletzt und völlig verängstigt unter einem Auto. Pfötchen und Nase der Samtpfote waren verbrannt.
Anwohner fanden Frieda verletzt und völlig verängstigt unter einem Auto. Pfötchen und Nase der Samtpfote waren verbrannt.  © Screenshot/Facebook/Katzenhaus Katzenschutzverein

Die Tierschutzorganisation PETA hat 1000 Euro Belohnung ausgesetzt, um die Verantwortlichen zu finden, die alle vier Pfötchen sowie die Nase einer Katze schwer verbrannt haben.

Nach Aussage der Anwohner der Erich-Kästner-Straße in Halle (Saale) versteckte sich Frieda, wie das "Katzenhaus Halle" das Fellknäuel anschließend taufte, unter einem Auto und schrie. Der Katzenschutzverein hat sich ihrer angenommen, sie erstversorgt und sicher untergebracht.

"Es geht ihr den Umständen entsprechend gut. Sie wird medizinisch versorgt und liebevoll gepäppelt, da sie untergewichtig ist. Wir sind optimistisch, dass sie gesund wird und ihre Verletzungen mit der Zeit heilen werden", schreibt "Katzenhaus Katzenschutzverein Halle/ Saale e.V." auf Facebook. Ein Besitzer habe sich bislang nicht gemeldet.

Der Katzenschutzverein weiter: "Friedas Schicksal steht stellvertretend für das Leid vieler, besonders herrenloser, Tiere, welche gequält werden. Solche Gräueltaten passieren leider viel zu häufig, nicht nur an Silvester. Wir hoffen, dass durch Friedas Schicksal mehr Menschen nicht wegschauen und sich das Bewusstsein für das Leid der Tiere noch mehr in den Köpfen der Menschen verankert. Frieda ist in Sicherheit und wird versorgt, doch zahlreiche Tiere leiden in der Stille, ungesehen und gehört, weiter."

Katze in Silvesternacht gequält - PETA setzt 1000 Euro Belohnung für Hinweise aus

Der Katzenschutzverein Halle machte auf Friedas Schicksal aufmerksam.
Der Katzenschutzverein Halle machte auf Friedas Schicksal aufmerksam.  © Screenshot/Facebook/Katzenhaus Katzenschutzverein

Um das zu ändern, verspricht PETA 1000 Euro Belohnung für Hinweise, die zu den Tätern führen.

"Immer wieder werden Katzen Opfer von Tierquälerei", sagt Judith Pein von PETA. "Wir verzeichnen fast täglich Fälle, bei denen die Vierbeiner malträtiert, geschlagen, mit Luftdruckwaffen beschossen oder mit giftigen Flüssigkeiten übergossen werden.

Die verletzten Samtpfoten versuchen meist, sich unter Schmerzen zurück nach Hause zu schleppen. Einige müssen dann vom Tierarzt erlöst oder kostenintensiv behandelt werden. Andere schaffen es nicht, verbluten qualvoll und bleiben schmerzlich vermisst."

Pein weiter: "Derartige Tierquäler müssen für ihr gewaltsames Vorgehen zur Rechenschaft gezogen werden. Sollten die Täter Kinder sein, ist es sehr wichtig, ihnen zu verdeutlichen, dass Tiere fühlende Lebewesen sind, möglicherweise mithilfe von Psychologen. Denn Untersuchungen zeigen, dass Menschen, die wehrlosen Tieren aus Spaß Schmerzen zufügen, später möglicherweise auch nicht vor Gewalttaten gegenüber anderen Menschen zurückschrecken."

Zeugen werden gebeten, sich an die Polizei oder direkt an die Tierschutzorganisation zu wenden. PETA setzt regelmäßig Belohnungen in Fällen von misshandelten oder ausgesetzten Tieren aus, die zur Ermittlung der Täter führen.

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