Katzen werden lebendig in ätzende Säure getaucht, doch jetzt gibt's Hilfe

Riechheim/Großliebringen - Wer tut nur so etwas schreckliches? Im Ilm-Kreis in Thüringen sind zwei Katzen wahrscheinlich vorsätzlich in eine ätzende Substanz getaucht worden. Doch jetzt gibt es Unterstützung für eines der Tiere.

Das Fell und die Haut der Katzen löste sich ab.
Das Fell und die Haut der Katzen löste sich ab.  © Screenshot/Facebook/Tierauffangstation Großliebrin

Bereits Anfang Januar entdeckte eine Anwohnerin in Riechheim eine zusammengekauerte Katze, bald darauf ein weiteres Tier, das ebenfalls schwere Verletzungen aufwies. Das Fell der Tiere hatte sich büschelweise gelöst, die Haut lag komplett frei.

Während eines der verletzten Tiere von seinen Haltern versorgt wurde, nach sich das Tierheim Großliebringen der anderen Katze an. Die Mitarbeiter des Auffangstation sind sich indes sicher: Die Katzen wurden vorsätzlich in eine ölige, ätzende Substanz getaucht!

Deswegen verloren die beiden ihr Fell, teilweise löste sich die komplette Haut ab. Die Katze des Tierheims fraß nicht, hatte keinen Durst und kämpfte tagelang um ihr Leben. Mit Medikamenten und Schmerzmitteln wurden die Katzen behandelt, das Fell immer wieder gründlich ausgewaschen.

Und nun kann endlich vermeldet werden, dass die beiden Katzen ihr Martyrium überlebt haben!

Besonders süß geholfen hat dabei, laut Bild, eine Rentnerin. Denn die hatte sich so gesorgt, dass sie für die Katze einen Pulli gestrickt hat. Damit braucht das Tier mit seinem löchrigen Fell nicht mehr frieren und konnte sich in aller Ruhe erholen. Die Haut heile gut und auch das Fell wachse langsam nach, so das Tierheim.

Der Facebook-Beitrag des Tierheims wurde in den vergangenen Wochen mehr als 2.200 Mal geteilt, die Polizei ist aber immer noch auf der Suche nach den Tätern. Auch wenn die noch nicht gefunden sind, die Pulli-Katze sucht nun neue Besitzer, bei denen sie ihr Leben endlich genießen kann.

Titelfoto: Screenshot/Facebook/Tierauffangstation Großliebrin

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