Er ließ zwei Miezen grausam verhungern: Richterin jagt Katzen-Killer!

In der Dachgeschosswohnung dieses Hauses in Klingenberg verendeten die Katzen. Ingolf T. (46) taucht immer wieder wochenlang ab, leidet an Depressionen und 
einem Alkoholproblem.
In der Dachgeschosswohnung dieses Hauses in Klingenberg verendeten die Katzen. Ingolf T. (46) taucht immer wieder wochenlang ab, leidet an Depressionen und einem Alkoholproblem.  © Ove Landgraf

Dippoldiswalde - Haftbefehl für einen Katzenquäler! Denn die zwei Miezen von Ingolf T. (46) verendeten jämmerlich. Er ließ sie verhungern und verdursten, tauchte wochenlang nicht in seiner Wohnung in Klingenberg auf. Auch bei seinem Gerichtstermin am Freitag in Dippoldiswalde ließ er sich nicht blicken.

Bereits im Oktober begann der Prozess gegen den Katzenbesitzer, weil er seine Tiere drei Monate lang allein gelassen hatte. Offenbar verhungerte und verdurstete die eine Katze zuerst, die zweite fraß Teile der ersten, verhungerte schließlich trotzdem. Wenig später riefen Anwohner wegen dem bestialischen Gestank die Polizei.

Im Oktober sagte Ingolf T. vor Gericht kleinlaut: „Es tut mir leid. Aber mir ging es nicht gut. Und jetzt auch nicht.“ Amtsrichterin Daniela Höllrich-Wirth (54) ordnete damals ein psychiatrisches Gutachten an, um die Schuldfähigkeit des Angeklagten zu prüfen.

Ob die besteht, konnte am Freitag nicht geklärt werden. Ingolf T. versetzte nicht nur seinen Anwalt, sondern auch den anklagenden Staatsanwalt, Gutachter und Zeugen. Der Richterin platzte der Kragen.

Sie legte das Verfahren zu den Akten, bis der Katzen-Killer hinter Schloss und Riegel sitzt. Er wird jetzt nämlich mit Haftbefehl gejagt.


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