Radikale Aktion: Das soll gegen Killer-Keime im Krankenhaus helfen

Hamburg - Gefährliche Keime kommen vor allem durch Besucher ins Krankenhaus. Dagegen gehen die Asklepios Kliniken in Hamburg jetzt vor.

Die Türbeschriftung fordert Besucher am Aktionstag deutlich zur Händedesinfektion auf.
Die Türbeschriftung fordert Besucher am Aktionstag deutlich zur Händedesinfektion auf.  © Asklepios

Die Klinik St. Georg und das Westklinikum Hamburg werden dazu zeitweise umgestaltet.

„Kein Zutritt für Keime. Hand drauf!“ - so soll es dort anlässlich des Tags der Handhygiene am Eingang stehen. Besucher werden am 4. Mai dazu aufgefordert, sich mit den Spendern an der Tür vor dem Betreten der Kliniken die Hände zu desinfizieren.

Bis zu 90 Prozent der gefährlichen multiresistenten Keime werden nämlich durch Patienten und Besucher in Krankenhäuser eingeschleppt.

„Wir haben als erste ein engmaschiges Monitoring der Besiedlungen und Infektionen mit multiresistenten Erregern durchgeführt. Daher wissen wir, dass die Mehrzahl der Erreger ins Krankenhaus reingetragen werden“, sagt Dr. Thomas Wolfram, Sprecher der Geschäftsführung der Asklepios Kliniken Hamburg.

Deswegen haben die Kliniken den diesjährigen Welttag der Handhygiene gewählt, um Besucher und Angehörige zu informieren, wie jeder selbst das Infektionsrisiko verringern kann. Wichtig sei es, sich vor und nach dem Betreten des Patientenzimmers die Hände zu desinfizieren.

Dr. Wolfram hofft, dass die Desinfektionsspender nicht nur am Aktionstag benutzt werden. „Sparsamkeit ist hier völlig falsch am Platz. Und wer einmal im Schwarzlicht gesehen hat, wie viele Erreger er ohne Desinfektion an den Händen hat, benutzt die Spender gern“, ist Dr. Wolfram überzeugt.

Der unübersehbare Hinweis an den Eingangstüren soll nach derzeitigem Plan nicht dauerhaft angebracht werden. Wobei das durchaus eine Überlegung wert sei, heißt es auf TAG24-Nachfrage.

Multiresistente Keime werden vor allem durch Besucher in Kliniken eingeschleppt.
Multiresistente Keime werden vor allem durch Besucher in Kliniken eingeschleppt.  © dpa/Armin Weigel

Titelfoto: dpa/Armin Weigel


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