Karriere-Ende? Was ist los bei Kollegah?

Düsseldorf - Normalerweise löschen Musiker nur die gesamten Inhalte, wenn etwas richtig Großes ansteht. In diesem Fall dürfte der Hintergrund jedoch ein anderer sein...

Rapper Kollegah im Studio. Arbeitet er an einem neuen Album?
Rapper Kollegah im Studio. Arbeitet er an einem neuen Album?  © Matthias Balk/dpa

Wie TAG24 berichtete, steht Rapper Kollegah in einem Rechtsstreit mit einer Dresdner Firma, die Produkte seiner Marke "Deus Maximus" vertrieben hat.

2017 hörte Kollegah einfach auf, die Klamotten zu bewerben. Anfang 2018 lief der Vertrieb dieser Kleidung über eine andere Firma an. Doch der Vertrag soll weiter gelaufen sein, behaupten die Dresdner. Und das ließen sie sich nicht gefallen und fordern nun 410.000 Euro Schadensersatz.

Die Verhandlungen laufen sehr zäh. Es gab noch keine Einigung.

Jetzt aber scheint sich bei Kolle noch mehr Ärger anzubahnen: Über das vergangene Wochenende hat er seinen gesamten Instagram-Stream gelöscht. Bei seinem Label Alpha Music Empire gibt es auf YouTube keine Musikvideos mehr zu sehen.

Grund dafür könnten geleakte WhatsApp-Nachrichten sein, die am Wochenende auf dem YouTube-Kanal des eher unbekannten Rappers Samarita veröffentlicht wurden, berichtet das stets gut informierte Nachrichtenportal für urbane Musik hiphop.de.

Nachdem er alle Fotos und Videos aus seinem Instagram-Account @kollegahderboss löschte, hat der Rapper am Sonntagabend ein neues, altes Foto hochgeladen. Es zeigt ihn als Kind am Klavier.

Emotionales Foto von Kollegah wirft Fragen auf

Im Posting spricht Kollegah in Rätseln.
Im Posting spricht Kollegah in Rätseln.  © Screenshot/Instagram/kollegahderboss

Anstatt Fragen zu beantworten, wirft der mehrfache Echo-Gewinner eher Fragen auf.

So wünscht er in seinem Posting "allen EX-Alpha-Künstlern das beste auf ihrem weiteren Weg". Damit meint er die Rapper, die bei seinem Label Alpha Music Empire unter Vertrag sind - oder waren. Ob jetzt einige das Label verlassen haben oder er alle Verträge aufgelöst hat, ist unklar. Vorstellbar ist aufgrund der diversen Streitereien beides.

Will er sich eventuell auch komplett aus dem Business zurückziehen? "Ich werde mich nun um familiäre Angelegenheiten kümmern und die anderen Baustellen. Es wird aufgeräumt." Diese fragwürdigen Zeilen sind ebenso in dem für diese Thematik verhältnismäßig kurzen Instagram-Text zu lesen.

Feststeht: Auf YouTube sind keine Videos mehr zu finden, was für eine Vertragsauflösung und somit auch ein Karriere-Ende spricht. Jedoch sind auf den Streaming-Plattformen Spotify, Apple Music und co. nach wie vor die Songs von Kolle, Jigzaw, Gent und anderen zu hören.

"Mit mehr Erfolg kamen aber auch mehr Probleme, Feinde und am Ende Verrat aus dem engsten Kreis." Hier wirft er seinen Wegbegleitern und vor allem engsten Freunden Verrat vor. Angesicht der geleakten WhatsApp-Nachrichten kein Wunder. Wenn man sich im engsten Kreis sicher fühlt und Informationen teilt, die für niemand anderen bestimmt sind, darf sowas nicht passieren. Scheinbar hat er sich in mindestens einer Person geirrt und wurde nun hintergangen. Wie kam Samarita sonst an die Nachrichten?

"Bis dahin wünsche ich meinen loyalen Supportern das allerbeste und danke euch für eure Treue, in guten wie in schlechten Zeiten." Diese Zeilen deuten schon eher eine Auszeit des 35-jährigen Rappers an. Aber ist dies so einfach möglich? Schon in 2,5 Wochen beginnt seine "Monument Tour". 15 Konzerte will er von Mitte Oktober bis Mitte Dezember spielen.

Kollegah schließt seinen Post mit einer Weisheit ab: "Ein Mann kann 100 Jahre leben, und darf 100 Jahre lang Fehler machen, aber niemals den selben Fehler 2 mal, und das werde ich nicht tun" (Schreibweise aus dem Original übernommen). Welche Fehler er meint und was das für seine Fans bedeutet, ist unklar.

Außerdem hat derRapper gerade mit dem Verlust seiner Oma zu kämpfen. In seiner Instagram-Story schrieb er: "Es schmerzt mich zutiefst, dass ich in deiner letzten Stunde aufgrund meiner Umstände nicht bei dir sein konnte."

Unklar ist auch, ob seine Facebookseite (1,7 Millionen Fans) gelöscht wurde oder nur deaktiviert, wie Facebook es nennt. Dabei könnte Kollegah die Seite problemlos wieder online nehmen, sobald er sich melden möchte. Wäre sie gelöscht, wäre sie für immer weg.

Der Gangsta-Rapper lässt seine Fans mit vielen Fragen zurück. Dass es keine Insta-Fotos zu sehen gibt, ist für viele bestimmt noch okay. Aber die Unklarheit darüber, ob die Konzerte stattfinden und wie es dem Rapper persönlich geht, ist für einige andere Fans sicher schwierig.

Die Oma von Kollegah verstarb.
Die Oma von Kollegah verstarb.  © Screenshot/Instagram-Story/kollegahderboss

Titelfoto: Matthias Balk/dpa

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