Kein Geld für Kita-Spielplätze

Wo es in Kitas klemmt, will uns die Stadt nicht zeigen. (Ausriss.)
Wo es in Kitas klemmt, will uns die Stadt nicht zeigen. (Ausriss.)

Chemnitz - Kein Geld für die Kleinsten: 22 Spielgeräte in zwölf Kindertagesstätten sind gesperrt. Mehr Geld zur Erneuerung der maroden Wippen, Sandkästen und Schaukeln gibt es aber nicht.

4,2 Millionen Euro bräuchte Sozialdezernent Philipp Rochold (53, parteilos), um Kita-Spielplätze auf Vordermann zu bringen. „Zum Abbau des Sanierungsstaus sind bis 2020 jährlich 840.000 Euro erforderlich.“

Aber gerade mal 177.000 Euro stehen 2015 zur Verfügung. 2016 seien gar keine Investitionen geplant. Lediglich für den Unterhalt sollen 232.000 Euro ausgegeben werden.

AfD-Stadtrat Thomas Sänger (35): „Das verdeutlicht den stiefmütterlichen Umgang mit unseren Kindern und eine falsche Prioritätensetzung.“

Thomas Lehmann (47), Fraktionsvorsitzender der Grünen: „Wir haben einen Investitionsrückstau an allen Fronten, bei Straßen, Brücken, Fuß- und Radwegen, können nur das Notwendigste machen.“

Linken-Chefin Susanne Schaper (37): „Investitionsschwerpunkt unserer Politik sind Kitas. Wir werden uns den Haushalt 2016 noch mal genau anschauen.“

Laut Rathaus bekamen seit 2009 neun Kitas für rund 1,7 Millionen Euro neue Spielbereiche. „Seit Jahren investiert die Stadt nicht regelmäßig, sondern wartet, bis nichts mehr geht“, kritisiert die Stadtelternrats-Vorsitzende Silke Brewig-Lange (41).

AfD-Stadtrat Thomas Sänger (35) fordert von der Stadt mehr Geld für Kita-Spielplätze.
AfD-Stadtrat Thomas Sänger (35) fordert von der Stadt mehr Geld für Kita-Spielplätze.

Fotos/Repro: Christof Heyden/Peter Zschage, privat


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0