Kein Master nach dem Bachelor! Zoff an der Uni um Studienplätze

Katharina Loch (28, l.) kämpft dafür, dass Katrin Klenner (37, r.) auch noch ihren Master-Abschluss machen kann.
Katharina Loch (28, l.) kämpft dafür, dass Katrin Klenner (37, r.) auch noch ihren Master-Abschluss machen kann.  © Uwe Meinhold

Chemnitz - Die TU Chemnitz kürzt Studienplätze: 90 Psychologie-Studenten können nach ihrem Bachelor- keinen Masterabschluss machen. 

Dieser ist aber oft Einstellungs-Voraussetzung. Der Fachschaftsrat kämpft jetzt für die Plätze.

„Ich habe schon Job-Absagen bekommen, weil ich keinen Master vorweisen kann“, sagt Katrin Klenner (37). Für die Bachelorabsolventin ist die Studienplatz-Streichung ärgerlich: „Ich bin verheiratet und habe zwei Kinder. Ein Masterstudium in einer anderen Region ist da nicht drin.“

„Auch wenn es den Studierenden durchaus wünschenswert wäre, so ist es nicht generelles Ziel der Universitäten, für alle Absolventen ihrer Bachelorstudiengänge einen Masterstudienplatz selbst vorzuhalten“, heißt es aus dem sächsischen Wissenschaftsministerium (SMWK). 

Dieses gibt den Unis Geld, über welches jene frei verwalten konnten. Und fand, dass die TU zu viele Psychologen ausbildet.

Jetzt sollen Gespräche einen Kompromiss bringen. Katharina Loch (28) vom Fachschaftsrat der Human- und Sozialwissenschaften: „Wir hoffen, dass zumindest für die betroffenen drei Übergangsjahrgänge Studienplätze angeboten werden können.“

Titelfoto: Uwe Meinhold