Unister baut doch keinen Riesen-Tower am Brühl

Das Areal am Brühl, Ecke Goethe- und Ritterstraße, wurde von der Unister-Tochter Opernpark-Center GmbH verkauft.
Das Areal am Brühl, Ecke Goethe- und Ritterstraße, wurde von der Unister-Tochter Opernpark-Center GmbH verkauft.

Leipzig - Das Leipziger Internet-Unternehmen Unister (ab-in-den-Urlaub.de) verabschiedet sich von seinen Plänen, am Brühl einen Tower als neue Firmen-Zentrale zu errichten.

Das 2780 Quadratmeter große Areal am Brühl, Ecke Goethe- und Ritterstraße, wurde jetzt von der Unister-Tochter Opernpark-Center GmbH verkauft. Was Käufer und Kaufpreis betrifft, so hat man Stillschweigen vereinbart.

Seit 2009 träumte Unister von einer neuen Firmenzentrale in der Innenstadt. Zwölf Etagen hoch sollte das Haus werden. Im Bauausschuss der Stadt diskutierte man lange über die Architektur und die Fassadengestaltung des Turmes. Bis zu 1400 Mitarbeiter wollte die Firma an diesem Standort beschäftigen.

„Für unser künftiges Wachstum brauchen wir schnelle und wendige Geschäftseinheiten“, teilt nun Thomas Wagner, Gründer und Chef der Unister Holding mit. Wagner nimmt Abstand von der Idee einer zentralen Immobilie. Er setzt jetzt andere Prioritäten.

„Das weitere fundierte Wachstum unserer innovativen Geschäftsfelder hat absoluten Vorrang“, sagte Wagner.
Doch sind das wirklich die wahren Gründe für den Immobilienverkauf? Unister steht seit Monaten wirtschaftlich stark unter Druck.

Wagner strukturiert den Konzern um und sucht einen finanzkräftigen Partner für seine Unternehmungen, die aktuell rund 1350 Mitarbeiter beschäftigen. Der Verkauf spült ihm frisches Geld in die Kassen. Das kann er gut gebrauchen.

Thomas Wagner, Gründer und Chef der Unister Holding.
Thomas Wagner, Gründer und Chef der Unister Holding.

Foto: dpa, GoogleMaps


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