Wegen defekter Zugtoilette: Frau machte in die Hose

Wenn die Blase drückt, aber die Zugtoilette wegen einem Defekt geschlossen ist.
Wenn die Blase drückt, aber die Zugtoilette wegen einem Defekt geschlossen ist.

Trier - Eine Zugreisende saß zwei Stunden in der Bahn und musste mal dringend. Wegen einer defekten Toilette machte sie in die Hose. Die Deutsche Bahn muss jedoch kein Schmerzensgeld zahlen.

Während der Fahrt in einer Regionalbahn von Köln nach Trier verlor eine Frau die Kontrolle über ihre Harnblase. Da sie ihren Harndrang nicht mehr unterdrücken konnte, machte sich sich in die Hose.

Die Reisende stellte gegen die Deutsche Bahn einen Anspruch auf Schmerzensgeld, verlor aber die Verhandlung. Das Landesgericht in Trier urteilte: Es gäbe nur einen Anspruch, wenn die Geschädigte den Schaden "nicht selbst durch eigenverantwortliches Handeln überwiegend mitverursacht" habe.

Die Frau habe die Möglichkeit gehabt, den Zug an einer von 30 Haltestellen zu verlassen. Sie habe sich aber "dafür entschieden, die Fahrt fortzusetzen und die letztlich eingetretenen Folgen zu riskieren", so die Begründung.

Die Richter rügten dennoch, dass die Bahn die Frau vor Abfahrt nicht auf die defekte Toilette aufmerksam gemacht habe.

Fotos: dpa/Lukas Schulze, Haralt Tittel


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