Gast gibt Kellnerin kein Trinkgeld: Seine Begründung ist unfassbar!

Die 20-jährige Kellnerin Samantha Heaton bekam kein Trinkgeld, weil sie ein Regenbogen-Tattoo auf dem Arm trug.
Die 20-jährige Kellnerin Samantha Heaton bekam kein Trinkgeld, weil sie ein Regenbogen-Tattoo auf dem Arm trug.

Rockford - Von ihrer Kundschaft im Restaurant "Buffalo Wild Wings" im amerikanischen Illinois war die Kellnerin Samantha Heaton ja so einiges gewohnt. Was ihr aber am vergangenen Wochenende passierte, war für die 20-Jährige ein gehöriger Schock.

Zuerst kam ihr die vierköpfige Familie, welche sie bedienen sollte, ganz normal vor und auch während sie diese bediente, schien alles einwandfrei zu laufen. Doch auf die Rechnung folgte der Schock für die junge Frau.

Dass einige Kunden für Trinkgeld nicht besonders tief in die Tasche greifen, wusste sie ja bereits. Die eigentlich recht freundliche Familie rückte aber keinen einzigen Dollar heraus - und das bei einer Rechnung von über 60 Dollar. Dafür kritzelten die Eltern zweier Kinder aber eine unfassbare Nachricht auf den Zettel.

"Wir können niemandem Trinkgeld geben, der Jesus nicht liebt", hieß es da. Wie bitte? Auf das Thema Religion waren sie doch überhaupt nicht gekommen. Warum also die Annahme, Samantha würde nicht an Jesus oder Gott glauben? "Schlechtes Tattoo", hieß es auf der Rechnung weiter.

Ihre Mitarbeiterin Joelle Nicole Maish verbreitete die unglaubliche Rechnung auf Facebook.
Ihre Mitarbeiterin Joelle Nicole Maish verbreitete die unglaubliche Rechnung auf Facebook.

Daraufhin ging der 20-Jährigen ein Licht auf. Auf ihrem Arm trug die Amerikanerin ein Tattoo in Regenbogen-Farben, ein Zeichen für Toleranz und Gleichberechtigung homosexueller Menschen. Klar, auch Samantha liebt Frauen und möchte sich dafür auf keinen Fall verstecken.

Dennoch gibt es da offenbar Menschen, die ihr deswegen unterstellen, nicht religiös zu sein. Das will Samantha aber nicht auf sich sitzen lassen. "Ich glaube an Jesus und Gott. Ich bin Christ", stellt sie gegenüber der Rock River Times klar, "Und als Christ sollte man niemanden verurteilen. Es ist egal, wie jemand aussieht, Du solltest ihn lieben für das, was in seinem Herz steckt und dafür, wie er Dich behandelt."

Am Schlimmsten an der ganzen Geschichte ist aber für Samantha, dass das intolerante Paar ihren Kindern das Gefühl vermittelt, es sei okay, andere zu diskriminieren. Aus diesem Grund war es ihr besonders wichtig, so viele Menschen wie möglich darauf aufmerksam zu machen, wie schmerzvoll es ist, verurteilt und ausgegrenzt zu werden.

"Am nächsten Tag fragte mich jemand, ob ich mir das Tattoo noch einmal stechen lassen würde, wenn ich in der Zeit zurückreisen könne", erzählte sie. Eine Frage, auf die Samantha nur eine klare Antwort kannte: "Nein, ich würde es größer machen."

Statistiken zu Homophobie in den USA

Auch dieser Fall zeigt, dass Angriffe auf homosexuelle Menschen in den USA keine Seltenheit sind.
2018 wurden vom FBI 1.404 Hassverbrechen wegen der sexuellen Orientierung erfasst. Die Dunkelziffer ist durchaus noch deutlich höher.

Von diesen Straftaten richteten sich:

  • 59,8 Prozent gegen schwule Männer.
  • 25,1 Prozent gegen Queer- und Trans-Menschen
  • 12,2 Prozent gegen lesbische Frauen.
  • 1,5 Prozent gegen Bisexuelle Menschen.
  • 1,4 Prozent sichgegen heterosexuelle Menschen.

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