Angelo Kelly: "Mein Vater war in Dresden total am Boden zerstört!"

Dresden - Klappe die Dritte! Freitagabend gab es die vorletzte Riverboat-Show aus Dresden. Unter anderem talkte auch Sänger Angelo Kelly (36) mit den beiden Moderatorinnen Kim Fisher (49) und Susan Link (41).

Angelo Kelly vor dem Ort, an dem sein Vater am Boden zerstört war: Der Dresdner Frauenkirche.
Angelo Kelly vor dem Ort, an dem sein Vater am Boden zerstört war: Der Dresdner Frauenkirche.  © Norbert Neumann

Und er verriet, dass er eine ganz besondere Beziehung zu Dresden und vor allem der Frauenkirche hat!

Als das Thema auf die Religion kam und Kim Fisher Kelly fragte, ob auch er in die Kirche geht, begann der Sänger von seinem Vater und seinen bewegenden Erinnerungen an Dresden zu erzählen.

"Ich habe eine besondere Beziehung zur Frauenkirche und zu Dresden. Ich war als ganz kleiner Junge mit meinem Vater direkt nach der Wende in Dresden und es sah halt ganz anders aus als heute", sagt Kelly.

"Wir standen vor den Trümmern der Frauenkirche. Ich habe das selten erlebt, dass mein Vater weint. Aber er hat es getan. Er war total am Boden zerstört."

Der Grund: Dan Kelly (†71) wurden in den USA geboren, hatte einen amerikanischen Pass. "Er war selber nicht im Krieg, aber er hat sich unglaublich geschämt, für das, was in Dresden im Namen des amerikanischen Volkes geschehen ist. Das hat mich sehr geprägt", sagt Angelo über die bewegende Erinnerung mit seinem Vater.

Vor einigen Jahren kam Kelly erstmals wieder nach Dresden. "Ich war dann allein in der Frauenkirche, mein Vater war schon nicht mehr da und ich musste an ihn denken. Wie sehr er sich freuen würde, wie Dresden heute aussieht. Eine Auferstehung und Versöhnung mit einer Stadt."

Ein Bild aus alten Zeiten mit Vater Dan Kelly (ganz rechts).
Ein Bild aus alten Zeiten mit Vater Dan Kelly (ganz rechts).  © Imago

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