Tödlicher Streit! Ehemann rammt seiner Frau abgebrochene Flasche in den Hals

Darmstadt – Mit den Plädoyers der Verteidigung wird am heutigen Mittwoch (10 Uhr) vor dem Landgericht Darmstadt der Prozess um einen tödlichen Ehestreit in Kelsterbach fortgesetzt.

Die Attacke mit der abgebrochenen Flasche endete tödlich (Symbolbild).
Die Attacke mit der abgebrochenen Flasche endete tödlich (Symbolbild).  © dpa/123RF

Danach wird die Kammer voraussichtlich beraten und ihr Urteil im Fall des 72 Jahre alten Angeklagten verkünden.

Die Staatsanwaltschaft hatte in der vergangenen Woche neun Jahre und zehn Monate Haft wegen Totschlags gefordert.

Aus Sicht der Staatsanwaltschaft hatte der Mann mit polnischen Wurzeln im vergangenen April mit seiner Frau um eine Steuernachzahlung gestritten.

Dabei soll er seine damals 63-jährige Gattin mit einer abgebrochenen Flasche tödlich an der Halsschlagader verletzt haben (TAG24 berichtete).

Die damals 22 Jahre alter Tochter des Paares kam kurz nach der Tat hinzu. Sie fand ihre sterbende Mutter und ihren durch Kratzspuren leicht verletzten Vater im Keller.

Ist der Angeklagte überhaupt schuldfähig?

Einem psychiatrischen Gutachten zufolge konnte der 72 Jahre alte Angeklagte wegen einer Demenz seine Affekte nicht voll kontrollieren. Er könnte daher nur eingeschränkt schuldfähig sein.

Der Angeklagte bestritt in dem Verfahren, seiner Ehefrau absichtlich in den Hals gestochen zu haben.

Titelfoto: dpa/123RF

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