Nachbarin brutal vergewaltigt und ertränkt: Gericht greift durch!

Kempten - Er hat seine frühere Nachbarin vergewaltigt und getötet: Nach dem Sexualmord an einer 22-Jährigen in Weißensberg bei Lindau in Bayern ist der Mörder von einem Gericht zu lebenslanger Haft verurteilt worden.

Der 35 Jahre alte Mann musste sich vor Gericht verantworten.
Der 35 Jahre alte Mann musste sich vor Gericht verantworten.  © DPA

Das Landgericht Kempten entschied zudem am Dienstag, dass der wegen einer Vergewaltigung bereits vorbestrafte Mann nach Verbüßen seiner Strafe in Sicherungsverwahrung muss.

Außerdem muss der 35-Jährige nach dem Urteil an die Eltern des Opfers rund 100.000 Euro Schmerzensgeld und Schadenersatz zahlen.

Der Angeklagte hatte seine ehemalige Nachbarin vergewaltigt und durch Ertränken in der Badewanne umgebracht. Nach Überzeugung der Strafkammer wollte der Mann sich jedoch eigentlich an seiner ehemaligen Lebensgefährtin vergehen.

Deswegen fuhr er zu der Wohnung, wo das Paar einstmals gemeinsam lebte, traf dort aber nur zufällig auf die Nachbarin. Der Rechtsanwalt der Eltern sprach von einem "Stellvertretungsopfer".

Nach dem Verbrechen war der in Deutschland geborene Serbe im Juni 2017 nach Serbien geflüchtet. Nach etwa einem Monat kehrte er aber freiwillig zurück und stellte sich der Kripo, bei der Ankunft wurde der Mann am Flughafen Memmingen verhaftet.

Laut des Verteidigers wäre sein Mandant nicht zurückgekehrt, wenn er mit einer Anklage wegen Vergewaltigung und Mord gerechnet hätte. Der Mann hatte das Geschehen bei der Polizei und vor Gericht als eine Art Unfall geschildert.

Der Täter wurde vom Landgericht in Kempten zu lebenslanger Haft und anschließender Sicherheitsverwahrung verurteilt.
Der Täter wurde vom Landgericht in Kempten zu lebenslanger Haft und anschließender Sicherheitsverwahrung verurteilt.  © DPA

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