Nach Alpträumen eine Rentnerin getötet: Mann eine Gefahr für die Allgemeinheit?

Kempten - Weil er von Alpträumen getrieben eine Rentnerin in Kempten ermordet hat, soll ein 35-Jähriger dauerhaft in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht werden.

Ein Polizeiauto steht vor dem Land- und Amtsgericht in Kempten. Hier musste sich ein 35-Jähriger wegen Mordes verantworten.
Ein Polizeiauto steht vor dem Land- und Amtsgericht in Kempten. Hier musste sich ein 35-Jähriger wegen Mordes verantworten.  © DPA

Die Entscheidung des Landgerichts Kempten ist aber noch nicht rechtskräftig, wie ein Sprecher am Dienstag sagte. Der Mann hatte die 63-Jährige wenige Tage vor Weihnachten 2013 in deren Wohnung mit zahlreichen Stichen getötet.

Im Juni vergangenen Jahres tauchte er unvermittelt bei der Polizei auf und gab die viereinhalb Jahre zurückliegende Bluttat zu. Bis dahin hatte die Kripo den Mann gar nicht im Verdacht gehabt (TAG24 berichtete).

Der Täter hatte der Frau in den Hals geschnitten und dann 14 Mal in den Brustkorb gestochen. Nach Angaben der Ermittler redete sich der Beschuldigte ein, dass das Opfer - die Mutter eines Freundes - ihm nach dem Leben trachte. Die Staatsanwaltschaft ging davon aus, dass er die Tat im Zustand der Schuldunfähigkeit beging. Laut einem Gutachten leidet der Mann an einer paranoiden Schizophrenie.

Der Mann hatte zum Prozessauftakt zu den Vorwürfen geschwiegen. Die Staatsanwaltschaft glaubt, dass in Freiheit weiterhin eine Gefahr für die Bevölkerung wäre. So entschied auch das Gericht am Donnerstag.

Da der Mann als gefährlich eingestuft wird, soll er in eine Psychiatrie eingeliefert werden. (Symbolbild)
Da der Mann als gefährlich eingestuft wird, soll er in eine Psychiatrie eingeliefert werden. (Symbolbild)  © DPA

Titelfoto: DPA

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