Rentnerin Hals aufgeschnitten, 14 Mal auf sie eingestochen: Alpträume und Stimmen Schuld?

Kempten - Allein die Vorstellung lässt einem einen kalten Schauer über den Rücken laufen: Von Alpträumen getrieben soll in Kempten ein psychisch kranker Mann eine Rentnerin mit zahlreichen Messerstichen umgebracht haben.

Ein 35 Jahre alter Mann muss sich vor dem Kemptner Landgericht verantworten.
Ein 35 Jahre alter Mann muss sich vor dem Kemptner Landgericht verantworten.  © DPA

Der 35-Jährige muss sich deswegen ab Dienstag (9 Uhr) in Bayern vor dem Kemptener Landgericht verantworten. In dem Verfahren geht es aber nicht um eine Gefängnisstrafe. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Mann schuldunfähig ist.

Sie will erreichen, dass der Beschuldigte in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht wird. Er sei auch künftig eine Gefahr für die Allgemeinheit.

Der Mann hatte sich im Juni der Polizei gestellt, nachdem die Kripo viereinhalb Jahre lang den Fall nicht lösen konnte. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten die Ermittler ihn nicht als Verdächtigen im Blick.

Wenige Tage vor Weihnachten 2013 war die 63 Jahre alte Rentnerin getötet worden. Der Täter hatte der Frau in den Hals geschnitten und dann 14 Mal in den Brustkorb gestochen. Nach der Anklage hatte der Mann die Frau, die Mutter eines Freundes, getötet, weil sie ihm in Alpträumen erschien.

Der Mann redete sich demnach ein, dass die Rentnerin ihm nach dem Leben trachte. Stimmen in seinem Kopf hätten ihm befohlen, die Frau deshalb umzubringen. Für das Verfahren sind zunächst drei Verhandlungstage geplant, das Urteil könnte am 25. April fallen.

Der 35 Jahre alte Angeklagte hatte sich nach mehreren Jahren der Polizei gestellt. (Symbolbild)
Der 35 Jahre alte Angeklagte hatte sich nach mehreren Jahren der Polizei gestellt. (Symbolbild)  © DPA

Titelfoto: DPA

Mehr zum Thema Gerichtsprozesse München:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0