Mit Kissen erstickt: Mutter tötet ihr eigenes Kind (†9), um es zu beschützen

Kempten - Nach dem gewaltsamen Tod eines neunjährigen Mädchens in Lindau muss sich die Mutter am Dienstag ab 9 Uhr erneut vor Gericht verantworten.

Weil sie ihrer Tochter die Trauer ersparen wollte, brachte eine Frau das Kind um. (Symbolbild)
Weil sie ihrer Tochter die Trauer ersparen wollte, brachte eine Frau das Kind um. (Symbolbild)  © 123RF/ambrozinio

Die Frau soll ihr Kind erstickt haben, um sich dann mit Tabletten selbst umzubringen.

Nachdem der Suizidversuch misslang, ist die 50-Jährige vor dem Landgericht in Kempten wegen Totschlags angeklagt.

Die Mutter stand deswegen schon vor zwei Jahren vor dem Kemptener Gericht. Die Strafkammer sah die Angeklagte damals wegen einer psychischen Erkrankung als schuldunfähig an und sprach sie frei.

Der Bundesgerichtshof kritisierte den Freispruch allerdings als nicht ausreichend begründet und hob das Urteil auf. Deswegen muss neu verhandelt werden.

Die Angeklagte hatte nach dem damaligen Urteil im September 2016 in der Bodenseestadt ihre Tochter im Schlaf mit einem Kissen erstickt. Zwei Monate zuvor hatte sich der Partner der Mutter selbst getötet.

Die Frau entwickelte wegen einer Depression Suizidgedanken und war der Überzeugung, die Tochter würde ihren Tod nicht verkraften und wollte das Kind deswegen nicht zurücklassen.

Update: 11.07 Uhr

Unter Tränen hat die 50 Jahre alte Frau vor dem Landgericht Kempten von der Tötung ihrer neunjährigen Tochter berichtet. Die Frau konnte bei ihrer Aussage am Dienstag irgendwann nicht mehr sprechen und antwortete nur noch mit Gesten auf die Fragen des Vorsitzenden Richters Christian Roch.

Die Frau hatte das Mädchen im September 2016 in Lindau am Bodensee mit einem Kissen erstickt, um sich dann mit Tabletten selbst umzubringen. Die Mutter wollte ihre Tochter nicht allein zurücklassen, wenn sie aus dem Leben scheidet. Sie glaubte, ihre Tochter würde ihren Tod nicht verkraften. Nachdem der Suizidversuch misslang, ist die 50-Jährige wegen Totschlags angeklagt worden.

Das Urteil wird am Mittwoch kommender Woche (11. März) erwartet.

Nach zwei Jahren muss die Frau erneut vor Gericht. (Symbolbild)
Nach zwei Jahren muss die Frau erneut vor Gericht. (Symbolbild)  © 123RF/kzenon

Titelfoto: 123RF/ambrozinio

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