Baby aus Rache zu Tode geprügelt: 22-jähriger Vater muss für lange Zeit hinter Gitter!

Kempten - Gegen einen Vater, der sein Baby zu Tode geprügelt haben soll, will das Landgericht Kempten am Mittwoch (9.00 Uhr) das Urteil verkünden.

Ein 22-Jähriger sitzt im Landgericht neben seinem Rechtsanwalt Werner Hamm (l) auf der Anklagebank.
Ein 22-Jähriger sitzt im Landgericht neben seinem Rechtsanwalt Werner Hamm (l) auf der Anklagebank.  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Im Prozess um einen jungen Vater (TAG24 berichtet), der sein Baby zu Tode geprügelt haben soll, fordern Staatsanwaltschaft und Nebenklägervertreterin lebenslange Haft für den Mann.

"Es war ein Gewaltexzess zum Nachteil des schwächsten Opfers, das Sie sich denken können", sagte die Anwältin der Mutter beim Plädoyer am Dienstag vor dem Landgericht Kempten.

Der 22-Jährige hatte im August vergangenen Jahres auf seinen acht Monate alten Sohn in einer Wohnung in Kaufbeuren (Landkreis Ostallgäu) aufgepasst.

Während die Mutter außer Haus war, soll der Angeklagte den Säugling mit dem Gesicht gegen die Gitter des Kinderbettes geschlagen und mit der Faust ins Gesicht geprügelt haben.

Das Kind starb an schweren Hirnverletzungen. Am Mittwoch will das Gericht das Urteil verkünden.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Deutschen zudem vor, das Baby absichtlich mit Schmerzen gequält zu haben, um sich an der Mutter zu rächen. Diese hatte sich zwei Wochen vor der Tat von ihm getrennt. Der junge Mann soll während der Misshandlung alkoholisiert gewesen sein und Marihuana konsumiert haben.

Der Angeklagte schwieg vor Gericht zu den Mordvorwürfen.

Update 12.30 Uhr: Mehr als 14 Jahre Haft für Vater!

Weil er seinen acht Monate alten Säugling ermordet hat, ist ein Vater vom Landgericht Kempten zu einer Haftstrafe von 14 Jahren und sechs Monaten verurteilt worden.

"In menschenverachtender und brutalster Weise wurde ein Kind zu Tode gebracht", sagte der Richter bei Urteilsverkündung am Mittwoch. Die Kammer sah es als erwiesen an, dass der Angeklagte aus niedrigen Beweggründen gehandelt und das Baby qualvoll misshandelt hatte.

Der 22-jährige Deutsche passte im August vergangenen Jahres auf seinen Sohn in einer Wohnung in Kaufbeuren (Landkreis Ostallgäu) auf.

Als das Baby nicht aufhörte zu schreien, schlug er dem Säugling mit der Faust ins Gesicht, schleuderte den Körper mit dem Kopf voran gegen das Gitter des Kinderbetts, schüttelte und biss das Kind.

Der Bub starb zwei Tage später im Krankenhaus an Folge von Hirnverletzungen. Der Mann ging nach der Tat auf Polizeibeamte los und brach einem die Nase.

Der Angeklagte stand während der Taten unter Einfluss von Alkohol und Marihuana. Das Gericht veranlasste eine Unterbringung in einer Entziehungsanstalt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Weil er sich an seiner Ex-Freundin, die sich vor wenigen Wochen getrennt hatte, habe rächen wollen, soll der junge Mann den gemeinsamen, erst acht Monate alten Sohn brutal totgeprügelt haben.
Weil er sich an seiner Ex-Freundin, die sich vor wenigen Wochen getrennt hatte, habe rächen wollen, soll der junge Mann den gemeinsamen, erst acht Monate alten Sohn brutal totgeprügelt haben.  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

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