Polizei in NRW nutzt Kennzeichen-Kamerasysteme seit 2006

Düsseldorf - Die nordrhein-westfälische Polizei verfügt über Kennzeichen-Erfassungssysteme.

Ein Kennzeichen-Erkennungsgerät kann Kennzeichen an Autos erfassen.
Ein Kennzeichen-Erkennungsgerät kann Kennzeichen an Autos erfassen.  © DPA

Das sagte ein Sprecher des NRW-Innenministeriums in Düsseldorf auf dpa-Anfrage. Seit 2006 habe die Polizei drei mobile Geräte des Systems Akes.

Die Abkürzung stehe für "Automatisiertes Kennzeichen-Erfassungssystem". Die Geräte können etwa an einer Autobahn tausende Kennzeichen vorbeifahrender Wagen registrieren und speichern.

Ein solches Gerät soll die Polizei im Fall der in Berlin vermissten Rebecca auf die Spur ihres Schwagers gebracht haben.

Der Einsatz des Systems stehe in NRW unter richterlichem Vorbehalt. Es werde nur äußerst selten und in Fällen von Schwerstkriminalität eingesetzt, sagte der Ministeriumssprecher.

Zwischen 2013 und 2017 sei es in NRW zehn Mal zum Einsatz gekommen. Zuvor hatte die "Welt" berichtet.

Mit Hilfe der umstrittenen Kennzeichenerfassung waren Ermittler auch dem sogenannten Autobahnschützen auf die Spur gekommen.

Dabei handelte es sich um einen Fernfahrer aus der Eifel, der aus dem Seitenfenster heraus 112 Mal entgegenkommende Lastwagen beschossen hatte.

Die Polizei kann das System unter bestimmten Bedingungen verwenden.
Die Polizei kann das System unter bestimmten Bedingungen verwenden.  © 123RF

Titelfoto: DPA

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