Vergewaltigung? Mutmaßlicher Täter behauptet, er sei nur nackt gestolpert!

Kent/England - Shane Baldwin (31) soll nach einer Party in England eine Frau vergewaltigt haben, die bei ihm ihren Rausch ausschlafen wollte. Er bestreitet das und behauptet, in der Nacht sei etwas ganz anderes geschehen.

Ob es sich um Missbrauch oder ein Missverständnis handelt wird noch verhandelt.
Ob es sich um Missbrauch oder ein Missverständnis handelt wird noch verhandelt.  © unsplash/gregory pappas

Nachdem der 31-Jährige die junge betrunkene Frau im Mai 2017 mit nach Hause genommen hatte, sollen sich die beiden in getrennten Zimmern schlafen gelegt haben. Er in seinem Schlafzimmer, sie im Gästezimmer, berichtete die "Sun".

Das vermeintliche Opfer, das nicht genannt werden darf, da der Prozess noch läuft, wachte in den frühen Morgenstunden gegen 5 Uhr wieder auf, und bemerkte, dass Shane Baldwin sich über sie "neigte", beziehungsweise auf ihr lag.

Shane soll dann den Raum verlassen haben und das mutmaßliche Opfer soll umgehend aus dem Haus geflüchtet sein. Sie stieg dann in ein Taxi, um zu ihrer Freundin zu fahren und den Gastgeber wegen Missbrauch anzuzeigen, so die Staatsanwältin Abigail Husbands gegenüber dem Gericht.

Die Polizei reagierte und nahm den 31-jährigen Shane fest.

Bei der anschließenden Befragung erzählte er dann seine Version(en) des Vorfalls.

Er präsentiert gleich mehrere Begründungen

Der Angeklagte behauptete nämlich bei der ersten Befragung, er sei mitten in der Nacht aufgewacht, weil er aufs Klo gehen wollte. Also stand er auf, natürlich nackt, und erledigte sein Geschäft. Auf dem Rückweg in sein Zimmer stolperte der Tollpatsch über das Bett seines Gastes und fiel auf sein mutmaßliches Opfer. Also ein dummer Zufall? Hatte die Frau die Situation einfach völlig falsch eingeschätzt und Shane grundlos beschuldigt?

Vielleicht, vielleicht auch nicht. Es gibt aber auch Indizien gegen ihn, denn es wurden DNA-Spuren des 31-Jährigen auf dem Körper der Frau gefunden. Als Shane zum zweiten Mal dazu befragt wurde, hatte er dafür aber auch eine Erklärung parat.

Er hatte seinem Gast angeblich seine schon getragenen Shorts als Schlafanzugersatz geliehen. Daher die DNA-Spuren. Darauf machten ihn dann auch die Ermittler aufmerksam und erklärten ihm, dass das wissenschaftlich unmöglich sei.

Also noch ein Versuch den Vorfall zu erklären. Zuletzt behauptete er, sie hätten einvernehmlichen Sex gehabt, der sogar von der Frau initiiert wurde. Daher kämen jetzt aber wirklich seine DNA-Spuren auf den Körper der Frau.

Der Prozess läuft noch. Shane Baldwin bestreitet weiterhin, die Frau missbraucht zu haben.

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