Streit um Waldstück eskaliert: Polizei rückt in Hambacher Forst ein

Kerpen - Die Polizei ist am Mittwochmorgen mit einem großen Aufgebot in Teile des Hambacher Forstes am Rheinischen Braunkohletagebau vorgerückt.

Der Streit im Braunkohlerevier Hambacher Forst spitzt sich zu.
Der Streit im Braunkohlerevier Hambacher Forst spitzt sich zu.  © DPA

Nach Angaben eines Polizeisprechers wollten Mitarbeiter des Energieunternehmens RWE damit beginnen, Hindernisse am Waldboden wegzuräumen.

Die Polizei schütze die Arbeiter dabei, sagte Polizeisprecher Paul Kemen. Dabei seien mehrere Hundert Polizisten im Einsatz, berichtete ein Reporter der Deutschen Presse-Agentur.

Das Energieunternehmen RWE Power will für den Braunkohleabbau mehr als 100 der verbliebenen 200 Hektar Wald abholzen, was mit Beginn der Rodungssaison ab 1. Oktober möglich wäre. (TAG24 berichtete)

Gegen die Abholzung gibt es seit langem heftige Proteste von Waldbesetzern vor Ort. Darüber hinaus fordert ein breites Bündnis von Natur- und Klimaschützern einen Rodungsstopp, solange die bundesweite Kohlekommission in Berlin miteinander im Gespräch ist. (TAG24 berichtete)

Update, 10.45 Uhr: Bei ihrem Großeinsatz im Hambacher Forst hat die Polizei am Mittwochmorgen einen verdächtigen Gegenstand entdeckt. Er könnte Sprengstoff enthalten und werde von Experten untersucht, sagte eine Sprecherin am Vormittag.

Titelfoto: DPA


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