KFC Uerdingen stellt Stefan Effenberg vor: "Kein Chaosklub"!

Krefeld - Markige Worte! Stefan Effenberg (51) wurde beim KFC Uerdingen 05 als neuer Manager vorgestellt. An der Seite von Präsident Mikhail Ponomarev traf der "Tiger" klare Aussagen.

Stefan Effenberg wurde auf einer Pressekonferenz des KFC Uerdingen an der Seite von Präsident Mikhail Ponomarev (r.) als neuer Manager vorgestellt.
Stefan Effenberg wurde auf einer Pressekonferenz des KFC Uerdingen an der Seite von Präsident Mikhail Ponomarev (r.) als neuer Manager vorgestellt.  © dpa/Guido Kirchner

Er sagte unter anderem: "Für mich ist das kein Chaosklub."

Effenberg führte laut "Kicker" aus: "Chaos herrscht irgendwo anders, aber nicht in diesem Verein. Der Klub ist von der 5. in die 4. und von der 4. in die 3. Liga aufgestiegen. Das ist ein Erfolg, kein Chaos."

Nun ja, das dürften viele anders sehen. Denn Effenberg hat einige entscheidende Fakten ausgelassen.

Schließlich sorgte Ponomarev nicht nur wegen seines Ausrasters in der KFC-Kabine nach dem 0:3 gegen den SV Waldhof Mannheim für Aufregung, sondern auch die anschließende Audio-Imitation von Spieler Manuel Konrad, die die Runde machte und bei YouTube landete (TAG24 berichtete).

Als wäre all das noch nicht genug, hat der russische Mäzen in diesem Jahr mit Stefan Krämer, Norbert Meier und Heiko Vogel gleich drei Trainer verschlissen.

Dazu musste Frank Heinemann für sieben Spiele als Coach einspringen und Stefan Reisinger ebenfalls kurzzeitig. Beide sind eigentlich Co-Trainer.

Stefan Effenberg will beim KFC Uerdingen zeitnah einen neuen Trainer präsentieren

Der KFC Uerdingen verlor das erste Testspiel mit Stefan Effenberg als Manager. 2:4 hieß es am Ende gegen Zweitligist VfL Bochum.
Der KFC Uerdingen verlor das erste Testspiel mit Stefan Effenberg als Manager. 2:4 hieß es am Ende gegen Zweitligist VfL Bochum.  © dpa/Guido Kirchner

Die Spieler hatten in diesem Jahr also bereits fünf verschiedene Cheftrainer. Ein sechster soll bald folgen, wie "Effe" bestätigte: "Wir werden sehr, sehr zeitnah eine Lösung finden. Als Trainer spiele ich hier keine Rolle, das habe ich von Anfang an ausgeschlossen."

Vor wenigen Monaten sah das noch anders aus. Doch damals konnte man sich nicht einigen. Auf den Job als Manager hingegen schon: "Die Entscheidung ist seit über einem Jahr gewachsen, die Sympathie hat sich entwickelt", so der frühere deutsche Nationalspieler.

Und der einstige Kapitän des FC Bayern München will für langfristige Arbeit stehen: "Das war in unseren Gesprächen ein entscheidendes Thema, dass man Kontinuität und Ruhe reinbringt. Dies wird so in der Form in der Zukunft nicht mehr passieren - das ist klar", sagte er angesprochen auf die vielen Trainerwechsel. Ponomarev sieht die Verpflichtung Effenbergs derweil als Coup an und verkündete angriffslustig:

"Er wird uns in einem nicht einfachen Weg an die Spitze des deutschen Fußballs begleiten, so der Investor, der anfügte: "Es ist ein klares Signal: Stefan ist nicht gekommen, um in der 3. Liga zu sein."

Das erste Testspiel in der Ära Effenberg ging allerdings gegen Zweitligist VfL Bochum mit 2:4 verloren. Dazu sagte der Tiger auf der KFC-Website: "Bis zur 60. Minute haben wir sehr ordentlich gespielt. Danach war es leider sehr wenig."

Stefan Effenberg soll und will wieder Ruhe und Kontinuität in den KFC Uerdingen bekommen.
Stefan Effenberg soll und will wieder Ruhe und Kontinuität in den KFC Uerdingen bekommen.  © dpa/Guido Kirchner

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