Torfestival: Lautern stürzt Uerdingen im Traditionskracher tiefer in die Krise!

Duisburg - Die nächste heftige Abreibung für den KFC Uerdingen! Nach einer 1:0-Führung durch ein Traumtor ging die starbesetzte Truppe wegen großer Defensivschwächen am Ende noch mit 2:4 gegen einen starken 1. FC Kaiserslautern unter.

Torschütze Florian Pick (l.) ließ Weltmeister Kevin Großkreutz (r.) mehrfach alt aussehen.
Torschütze Florian Pick (l.) ließ Weltmeister Kevin Großkreutz (r.) mehrfach alt aussehen.  © Imago

Die Tore in der Schauinsland-Reisen-Arena erzielten Maximilian Beister zum 1:0 für den KFC Uerdingen (10. Minute), bevor Florian Pick zum 1:1-Ausgleich für Kaiserslautern traf (16.) und Christian Kühlwetter zum 2:1 für Lautern traf (18.).

Nach der Halbzeitpause erhöhte Timmy Thiele auf 3:1 und 4:1 für die "Roten Teufel" (54. + 72.). Adriano Grimaldi betrieb für den KFC noch Ergebniskosmetik und traf zum 2:4-Endstand (79.).

Uerdingen hatte sich offensichtlich viel vorgenommen, machte von Beginn an Druck und erspielte sich früh erste Gelegenheiten.

Deshalb gingen die Krefelder folgerichtig durch ein Traumtor von Beister in Führung: Wie Arjen Robben zog der flinke Flügelflitzer von der Außenbahn in die Mitte, zog aus 25 Metern ab und schlenzte den Ball wunderschön und unhaltbar in den linken Winkel zum 1:0 für die Hausherren - was für ein Sonntagsschuss am Freitagabend (10.)!

Doch die "Roten Teufel" schlugen zurück - und wie! Der schnelle Dribbler Pick ließ den ehemaligen slowenischen Nationalspieler Dominic Maroh lässig aussteigen und zirkelte die Kugel herrlich ins obere rechte Eck, der zu diesem Zeitpunkt überraschende 1:1-Ausgleich für Lautern war da!

Das beflügelte die Gäste, die nur wenig später nachlegten. Auf der rechten Seite durfte Thiele unbedrängt entlanglaufen und scharf in die Mitte flanken, wo erst Theodor Bergmann das Leder verpasste, doch Kühlwetter goldrichtig am zweiten Pfosten stand und unbedrängt aus Nahdistanz einschieben konnte - Kaiserslautern hatte das Spiel schnell gedreht und führte mit 2:1 (18.)!

Kaiserslautern durfte gleich vier Mal jubeln, während Uerdingens erfahrener Abwehrchef Dominic Maroh (r.) bedient ist.
Kaiserslautern durfte gleich vier Mal jubeln, während Uerdingens erfahrener Abwehrchef Dominic Maroh (r.) bedient ist.  © Imago

Auch im Anschluss entwickelte sich eine temporeiche Drittliga-Begegnung in der beide Teams ihre Klasse immer wieder aufblitzen ließen.

Gerade den zuletzt harsch kritisierten Krefeldern waren Einsatz und Willen nicht abzusprechen. Bis auf das geniale Tor agierte die starbesetzte Mannschaft aber glücklos und zeigte große Lücken in der Defensive.

Nach der Pause nahmen die Lauterer ein weiteres Geschenk der Krefelder Hintermannschaft dankend an: Jan Löhmannsröben spielte einen guten, aber einfachen Pass, Sturmtank Thiele konnte frei durchlaufen und aus spitzem Winkel in die lange Ecke vollenden - 3:1 für die Gäste (54.).

Uerdingen versuchte es weiter, doch Lautern war die abgezocktere und zweikampfstärkere Mannschaft, die homogener wirkte und den Einzelkönnern der Hausherren mit viel Einsatz den Zahn zog.

Dann wurde es sogar noch schlimmer für die defensiv nun vogelwild agierenden Gastgeber: Nach einem Pass durfte Dominik Schad in den Strafraum spazieren und Thiele bedienen, der nur noch einschieben brauchte - 4:1 für Lautern (72.)!

Wenig später traf Grimaldi nach scharfer Flanke von Stefan Aigner noch zum 2:4 (79.), ehe es auf beiden Seiten noch mehrere Chancen gab und gerade Lautern die Entscheidung auf unglaubliche Art und Weise verpasste! Doch es blieb beim 4:2-Erfolg der "Roten Teufel". Uerdingen wartet nun seit zwölf (!) Spielen auf einen Sieg.

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