Eskalation! KFC Uerdingens "Monster"-Mäzen Ponomarev mit heftigem Wutanfall

Krefeld - Schlimmer Ausraster in der Kabine! Laut einem WhatsApp-Audio eines aktuellen Spielers ist KFC Uerdingens Mäzen Mikhail Ponomarev nach der 0:3-Pleite gegen den SV Waldhof Mannheim ausgerastet.

Heiko Vogel wurde wenige Stunden nach dem angeblichen Wutanfall von Präsident Mikhail Ponomarev als Trainer gefeuert. (Archivbild)
Heiko Vogel wurde wenige Stunden nach dem angeblichen Wutanfall von Präsident Mikhail Ponomarev als Trainer gefeuert. (Archivbild)  © Tobias Hase/dpa

Das schreibt der "Express". Dem Bericht zufolge habe der Akteur die Sprachnachricht an mehrere ehemalige Kicker des KFC geschickt.

Erst jetzt kam heraus, wie heftig der russische Präsident in der Kabine gewütet haben soll.

Der namentlich nicht genannte Spieler wird wie folgt zitiert: "Ich hatte ja schon viele Ansprachen. Aber der ist so eskaliert, so ein Monster habe ich in meiner ganzen Karriere noch nicht erlebt".

Der Investor habe minutenlang in der Kabine herumgeschrien, mit der Faust gegen einen Kühlschrank geschlagen und einen Tisch durch die Gegend getreten.

Für manche sei diese Schimpftirade, in der auch die Beschimpfungen "Idiot" und "Arschloch" gefallen sein sollen, mental zu viel gewesen: "Unsere Physios hätten fast geweint", so der Spieler, der weiter meinte: "Das war geisteskrank. Hätte der ein Messer gehabt, der hätte uns alle gemetzelt."

Nur wenigen Stunden nach diesem angeblichen, nervenaufreibenden Vorfall wurde Trainer Heiko Vogel beurlaubt (TAG24 berichtete).

Vier Trainerentlassungen 2019: KFC Uerdingen auf der verzweifelten Suche nach Kontinuität

Mäzen Mikhail Ponomarev soll heftig ausgerastet sein. (Archivbild)
Mäzen Mikhail Ponomarev soll heftig ausgerastet sein. (Archivbild)  © Roland Weihrauch/dpa

Damit kehrt beim hochgehandelten und stark besetzten KFC auch weiterhin keine Ruhe ein. Erst die Entlassung, nun die Aufregung um das Audio.

Deutlich wird: Die Zündschnur von Ponomarev ist kurz und seine Entscheidungen lassen keine langfristige Zukunftsplanung erkennen.

Stellt sich der Erfolg nicht unmittelbar ein, wird für einen neuen Impuls gesorgt. Das hat nun bereits mehrfach innerhalb eines Jahres nicht funktioniert.

Kein einziger der letzten vier Trainer saß in einer Krise fest im Sattel. Stattdessen wurde die Unruhe im Umfeld und der ohnehin nicht gut funktionierenden Mannschaft immer größer, was zu erkennbarer Verunsicherung führte, die sich wiederum auch in den Ergebnissen niederschlug.

Im laufenden Jahr war der Aktionismus besonders groß. In diesem Zeitraum standen insgesamt fünf verschiedene Trainer in der Verantwortung.

Zuerst wurde Stefan Krämer nach knapp zehn Monaten am 28. Januar 2019 entlassen. Dann sprang Co-Trainer Stefan Reisinger für eine Partie ein, ehe Norbert Meier das Zepter am 3. Februar übernahm und nach sieben sieglosen Spielen in Folge am 15. März schon wieder gefeuert wurde. Auch Frank Heinemann (16. März bis 29. April) blieb nur sieben Begegnungen Coach.

Darauf folgte zum 1. Mai Vogel, der nun ebenfalls schon wieder weg ist. Selten war der Begriff "Schleuderstuhl" so passend, wie aktuell beim KFC Uerdingen 05.

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